In Istanbul ist die monatliche Inflationsrate im Oktober erneut gestiegen. Wie aus Daten der Istanbuler Industrie- und Handelskammer (ITO) hervorgeht, erhöhten sich die Einzelhandelspreise im Vergleich zum Vormonat um 2,47 Prozent. Im September hatte die monatliche Steigerung noch bei 2,11 Prozent gelegen. Auf Jahressicht beträgt die Teuerungsrate in der Metropole nun 32,47 Prozent, nach 33,55 Prozent im Vormonat.
Die Kammer veröffentlichte die Oktober-Werte ihres Verbraucherpreisindex und ihres Großhandelspreisindex, die auf dem Jahr 2023 als Basisjahr beruhen. Demnach stiegen die Einzelhandelspreise gegenüber dem Vormonat um 2,47 Prozent und die Großhandelspreise um 1,20 Prozent. Im Jahresvergleich legten die Einzelhandelspreise um 32,47 Prozent zu, die Großhandelspreise um 25,51 Prozent.
Kleidung und Schuhe mit stärkstem monatlichem Anstieg
Den höchsten monatlichen Preisanstieg verzeichnete die Ausgabengruppe „Bekleidung und Schuhe“ mit 10,60 Prozent. Es folgten die Gruppen „Freizeit und Kultur“ mit 5,32 Prozent, „Kommunikation“ mit 5,05 Prozent, „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ mit 2,58 Prozent, „Wohnen“ mit 2,24 Prozent, „Restaurants und Hotels“ mit 1,87 Prozent, „verschiedene Waren und Dienstleistungen“ mit 1,82 Prozent, „Gesundheit“ mit 1,80 Prozent, „Haushaltswaren“ mit 1,67 Prozent, „Bildung“ mit 1,52 Prozent sowie „Verkehr“ mit 0,45 Prozent. In der Gruppe „Alkoholische Getränke und Tabak“ blieben die Preise unverändert.
Als Ursachen für die Preisentwicklung im Oktober nannte die Kammer den saisonalen Effekt der Winterkollektion bei Bekleidung und Schuhen, marktbedingte Preisanpassungen bei einzelnen Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Freizeit und Kultur, Kommunikation, Wohnen, Restaurants und Hotels sowie Gesundheit. Zudem hätten jahreszeitlich bedingte Preisbewegungen bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken eine Rolle gespielt.
Großhandel: Chemikalien mit stärkstem Anstieg
Auf Großhandelsebene verzeichnete die Gruppe „Chemische Erzeugnisse“ mit 3,44 Prozent den stärksten monatlichen Anstieg, gefolgt von den Gruppen „Rohstoffe“ (2,31 Prozent), „Baumaterialien“ (1,34 Prozent), „Nahrungsmittel“ (1,00 Prozent), „Brennstoffe und Energie“ (0,53 Prozent) sowie „Bergbauerzeugnisse“ (0,46 Prozent). In der Gruppe „Textilien“ blieben die Preise unverändert.
Im Jahresvergleich stiegen die Preise bei Bergbauerzeugnissen um 41,97 Prozent, bei Nahrungsmitteln um 26,92 Prozent, bei Brennstoffen und Energie um 25,60 Prozent, bei Baumaterialien um 23,48 Prozent, bei Rohstoffen um 16,36 Prozent, bei Textilien um 13,48 Prozent und bei chemischen Erzeugnissen um 10,45 Prozent.