Istanbul, Ankara, Izmir: So entwickeln sich die Immobilienpreise in den Metropolen wirklich

21.01.2026 – 7:00 Uhr

Die Preise für Wohnimmobilien in der Türkei sind im Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 29,0 Prozent gestiegen. Nach Abzug der Inflation ergibt sich jedoch ein realer Wertverlust von 1,4 Prozent. Das geht aus aktuellen Daten des türkischen Statistikamtes TÜİK hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.

Gegenüber dem Vormonat November stieg der allgemeine Wohnimmobilienpreisindex (RPPI) lediglich um 0,2 Prozent.

Die Entwicklung in den Großstädten zeigt ein gemischtes Bild: In Istanbul stiegen die Preise binnen eines Jahres um 28,5 Prozent, fielen aber im Monatsvergleich um 0,2 Prozent. In der Hauptstadt Ankara legten die Werte zum Vorjahresmonat sogar um 34,9 Prozent zu, sanken gegenüber November 2025 jedoch ebenfalls um 0,2 Prozent. In Izmir betrug der jährliche Anstieg 30,8 Prozent, während die Preise im Monatstakt um 0,1 Prozent nachgaben.

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Neubau und Bestand: Die Preise für neue Wohnungen schnellten im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 33,43 Prozent in die Höhe und legten gegenüber dem Vormonat um 2,65 Prozent zu. Für bestehende Wohnimmobilien wurde ein jährlicher Anstieg von 28,9 Prozent und ein monatliches Plus von 0,29 Prozent verzeichnet.

Der Markt verzeichnet weiterhin hohe Transaktionszahlen. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 wurden landesweit rund 1,43 Millionen Wohnungen verkauft, was einem Plus von 13,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders stark wuchsen die hypothekenfinanzierten Käufe: Sie stiegen um 54 Prozent auf knapp 208.000 Einheiten.