Der türkische Telekommunikationssektor hat im Jahr 2025 einen enormen finanziellen Sprung gemacht. Wie Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu am Donnerstag bekannt gab, stiegen die Investitionen in die elektronische Kommunikation im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent auf ein Volumen von 145 Milliarden Türkischen Lira.
Als zentralen Treiber dieser Entwicklung nannte Uraloğlu den beschleunigten Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur. Seit dem 1. April 2025 ist der kommerzielle 5G-Dienst landesweit schrittweise verfügbar. Um die dafür nötigen Hochgeschwindigkeitsnetze zu realisieren, haben die Netzbetreiber ihre Anstrengungen deutlich intensiviert und inzwischen eine Glasfaser-Infrastruktur von insgesamt 681.000 Kilometern Länge verlegt.
Die aktuellen Nutzerzahlen unterstreichen den Wandel in der Mobilfunklandschaft des Landes. Zum Jahresende 2025 verzeichnete die Türkei nach Ministeriumsangaben insgesamt 99.691.361 mobile Teilnehmer, wobei die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) eingeschlossen ist. Unter Ausschluss von M2M-Anschlüssen und der Altersgruppe der 0- bis 9-Jährigen errechnet sich eine mobile Penetrationsrate von 116,9 Prozent.
Deutlich zeigt sich die Abkehr von älteren Standards: So ging die Zahl der 3G-Nutzer auf 6,4 Millionen zurück, während zuletzt 91,2 Millionen Menschen den 4.5G-Standard nutzten. Parallel dazu vollzieht sich der Umstieg auf die neue Netzgeneration. Laut Uraloğlu sind im Land bereits über 32 Millionen 5G-fähige Endgeräte im Einsatz. Mit der schrittweisen Aktivierung des neuen Standards in allen 81 Provinzen greifen derzeit rund 21 Millionen Abonnenten aktiv auf das 5G-Netz zu.