Inländische Stromer erobern die Straßen: Jeder vierte Neuwagen in der Türkei könnte bald elektrisch sein

02.05.2026 – 7:00 Uhr

Der Markt für Elektroautos in der Türkei steht vor einem historischen Sprung. Trotz einer generellen Abkühlung im Automobilsektor steuert der Anteil batteriebetriebener Fahrzeuge am Gesamtabsatz auf einen neuen Rekord zu. Nach Einschätzung des Branchenverbands MASFED könnte bereits in diesem Jahr jedes vierte verkaufte Auto ein Elektroauto sein.

„Wenn das derzeitige Wachstum anhält, werden Elektrofahrzeuge bis zum Jahresende einen Marktanteil von 25 Prozent erreichen”, prognostiziert Aydın Erkoç, der Vorsitzende der Motor Vehicle Dealers Federation (MASFED). Die jüngsten Quartalszahlen untermauern diesen Trend: In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Verkäufe reiner E-Autos um 18 Prozent – ein klares Signal für den sich beschleunigenden Wandel im Kaufverhalten.

Als Haupttreiber dieser Entwicklung macht der Verbandschef ein Bündel aus ökologischem Bewusstsein, technologischem Fortschritt und vor allem handfesten Kostenvorteilen aus. „Steigende Kraftstoffpreise, Wartungskosten und Servicegebühren drängen die Verbraucher zu wirtschaftlicheren Alternativen. Elektrofahrzeuge bieten hier erhebliche Vorteile“, erklärte Erkoç. Weltweit sei ein starker Übergang vom Verbrennungsmotor zu elektrischen Modellen zu beobachten und auch die Türkei habe diese Dynamik erfasst.

Einen zusätzlichen Schub erhält die Entwicklung durch den Markteintritt des einheimischen Herstellers Togg. „Die Verbraucher unterstützen die heimische Produktion mit großer Zustimmung, was das Interesse an Elektroautos noch einmal deutlich verstärkt hat“, so Erkoç weiter. Der Hype um diese Technologie ist längst kein kurzlebiges Phänomen mehr, sondern manifestiert sich zunehmend auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt. „Das wachsende Vertrauen in die E-Mobilität ist offensichtlich. Dass die Fahrzeuge auch bei Gebrauchtwagen an Zugkraft gewinnen, zeigt: Diese Transformation ist von Dauer.“