Inflationserwartungen der türkischen Haushalte verschlechtern sich

25.08.2026 – 9:00 Uhr

Ankara – Die Inflationserwartungen der türkischen Haushalte haben sich im August weiter eingetrübt. Nach einer am 24. August veröffentlichten Umfrage der türkischen Zentralbank stieg die erwartete jährliche Inflationsrate für die kommenden zwölf Monate gegenüber dem Vormonat um 0,64 Prozentpunkte auf 45,58 Prozent.

Als die Produktgruppen mit den stärksten Preissteigerungen in den vergangenen zwölf Monaten und den größten erwarteten Anstiegen im kommenden Jahr nannten die Befragten vor allem Lebensmittel sowie Kraftstoffe und Energie.

Der Anteil der Teilnehmer, die Lebensmittel zu den Produktgruppen mit den höchsten Preissteigerungen zählen, sank zwar leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 39,3 Prozent.

Erwartungen für Immobilien sinken

Etwas weniger pessimistisch sind die Haushalte mit Blick auf die Immobilienpreise. Die erwartete Preissteigerung für Häuser innerhalb der kommenden zwölf Monate ging um 0,36 Prozentpunkte auf 32,13 Prozent zurück.

Auch bei der Geldanlage zeigten sich Veränderungen: Gold legte als bevorzugte Anlageform um einen Prozentpunkt auf 41,3 Prozent zu. Immobilien wie Häuser, Geschäfte oder Grundstücke verloren dagegen 1,4 Prozentpunkte und kamen auf 37,1 Prozent.

Marktteilnehmer erwarten deutlich weniger Inflation

Die Erwartungen unterscheiden sich deutlich zwischen den verschiedenen Gruppen. Die Marktteilnehmer senkten ihre Prognose für die Inflation in den kommenden zwölf Monaten um 0,26 Prozentpunkte auf 23,69 Prozent.

Im realen Sektor stieg die Inflationserwartung dagegen um 0,30 Prozentpunkte auf 32,8 Prozent. Damit liegen die Erwartungen der Haushalte weiterhin deutlich über denen von Unternehmen und Finanzmarktteilnehmern.