Inflation in der Türkei steigt im Oktober leicht auf 29,77 Prozent

03.11.2026 – 11:00 Uhr

Die Inflation in der Türkei ist im Oktober leicht gestiegen. Die jährliche Verbraucherpreisrate erhöhte sich auf 29,77 Prozent, nachdem sie im September bei 29,73 Prozent gelegen hatte. Zugleich zogen die Preise im Monatsvergleich deutlich stärker an. Das geht aus den am 3. November veröffentlichten Daten des türkischen Statistikamts TÜİK hervor.

Demnach stiegen die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vormonat um 2,58 Prozent. Im September hatte der monatliche Anstieg noch 1,84 Prozent betragen. Damit fiel die Teuerung auch höher aus als erwartet: Eine Umfrage der Nachrichtenagentur Anadolu unter Ökonomen hatte im Durchschnitt mit 2,2 Prozent gerechnet.

Lebensmittel und Wohnen treiben die Monatsinflation

Besonders deutlich verteuerten sich im Oktober Lebensmittel und alkoholfreie Getränke. Die Preise in dieser Kategorie stiegen um 3,5 Prozent. Damit trug der Bereich 0,84 Prozentpunkte zur monatlichen Gesamtinflation bei.

Im Verkehr legten die Preise um 2,02 Prozent zu, während Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe um 2,84 Prozent teurer wurden. Diese beiden Gruppen steuerten 0,36 beziehungsweise 0,34 Prozentpunkte zum monatlichen Anstieg bei.

Im Jahresvergleich lagen die Preissteigerungen in den drei Bereichen bei 27,73 Prozent für Lebensmittel, 36,39 Prozent für Verkehr sowie 40,24 Prozent für Wohnen und Energieversorgung.

Kerninflation bei 28,46 Prozent

Den größten Beitrag zur jährlichen Inflation leisteten Lebensmittel mit 6,81 Prozentpunkten. Es folgten Verkehr mit 6,10 und Wohnen sowie Energieversorgung mit 4,71 Prozentpunkten.

Seit Jahresbeginn stieg der Verbraucherpreisindex um 27,52 Prozent. Die Veränderung des über zwölf Monate gemittelten Index lag bei 31,23 Prozent.

Die sogenannte Kerninflation, bei der unter anderem unverarbeitete Lebensmittel, Energie, Alkohol, Tabak und Gold herausgerechnet werden, erhöhte sich im Monatsvergleich um 2 Prozent. Auf Jahressicht betrug der Anstieg 28,46 Prozent.

Insgesamt verteuerten sich im Oktober die Preise in 134 von 174 untersuchten Unterkategorien. In 29 Kategorien gingen sie zurück, in elf blieben sie unverändert.