Die jährliche Verbraucherinflation in der Türkei ist im August leicht zurückgegangen. Nach offiziellen Angaben lag sie bei 31,51 Prozent, nach 31,75 Prozent im Juli.
Auf Monatssicht stiegen die Verbraucherpreise dagegen um 1,84 Prozent und damit etwas stärker als im Juli mit 1,78 Prozent. Beide Werte lagen knapp unter den Erwartungen der Analysten, die mit einer Monatsinflation von 1,86 Prozent und einer Jahresrate von 31,52 Prozent gerechnet hatten.
Seit Jahresbeginn sind die Verbraucherpreise damit um 22,07 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate lag bei 31,79 Prozent.
Besonders stark verteuerten sich im Jahresvergleich Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe mit 39,77 Prozent. Im Verkehrssektor stiegen die Preise um 35,08 Prozent, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 33,79 Prozent.
Lebensmittel leisteten mit 8,12 Prozentpunkten den größten Beitrag zur jährlichen Inflation. Es folgten Verkehr mit 5,94 und Wohnen mit 5,01 Prozentpunkten.
Im Monatsvergleich stiegen die Verkehrspreise um 4,82 Prozent, die Wohnkosten um 2,26 Prozent. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich dagegen nur um 0,22 Prozent.
Von den 174 untersuchten Ausgabengruppen verzeichneten 134 Preissteigerungen, während die Preise in 35 Gruppen sanken und in fünf unverändert blieben.
Die Kerninflation, bei der unter anderem unverarbeitete Lebensmittel, Energie, Alkohol, Tabak und Gold ausgeklammert werden, stieg im August um 1,84 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahresbasis lag sie bei 30,68 Prozent.