Rafael Mariano Grossi, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), hat die Fortschritte der Türkei im Bereich der Kernenergie gewürdigt. Der Beginn der Stromerzeugung aus Kernkraft werde einen Wendepunkt in der Geschichte der Republik markieren, so Grossi bei der Eröffnung der türkischen Ausstellung am 15. September auf der 70. Generalkonferenz der Behörde in Wien.
Grossi bezeichnete die Entwicklungen am Kernkraftwerk Akkuyu als positiv. Er habe die Anlage vor einigen Jahren besucht und sei von den dort erzielten Fortschritten „sehr beeindruckt“ gewesen. Er hoffe, dass das erste Kraftwerk innerhalb weniger Monate in Betrieb gehen könne und wolle nach Möglichkeit selbst in die Türkei reisen, um diesen Anlass mitzuerleben.
Der IAEA-Chef begrüßte zudem die Teilnahme der Türkei an der Konferenz und erklärte, die internationale Nukleargemeinschaft erwarte den Beitritt des Landes zu den Stromerzeugern aus Kernenergie. Die Pläne der Türkei gingen über Akkuyu hinaus, so Grossi weiter. Die IAEA sei bereit, dem Land jede benötigte Unterstützung zukommen zu lassen.
An der Eröffnung nahm auch Botschafter Mustafa Kibaroğlu teil, der ständige Vertreter der Türkei beim Büro der Vereinten Nationen in Wien. Er informierte Grossi über die nuklearen Aktivitäten des Landes.
In einem späteren Beitrag auf der Plattform X erklärte Grossi, die Kernenergie werde eine wichtige Rolle für die Zukunft der Türkei spielen. Er begrüßte die Gelegenheit, die Pläne und Errungenschaften des Landes, einschließlich der Fortschritte in Akkuyu, auf der Ausstellung gemeinsam präsentiert zu sehen.