Die Elektromobilität in der Türkei wächst nicht nur schnell, sondern wird auch zunehmend grüner. Wie aktuelle Daten der Energieaufsichtsbehörde (EPDK) für Dezember 2025 zeigen, wird der Großteil des Stroms für Elektroautos inzwischen von zertifizierten Ökostromtankstellen geliefert.
Im letzten Monat des Jahres stammten mehr als die Hälfte des verbrauchten Ladestroms, genau 59,1 Prozent, aus Anlagen, die ihre Herkunft aus erneuerbaren Energien per „Renewable Energy Resource Guarantee“ (YEK-G) nachweisen. Diese sogenannten grünen Ladestationen gelten als Schlüssel, um den CO₂-Fußabdruck der E-Mobilität weiter zu senken und die Energiewende im Verkehr voranzutreiben.
Verbrauch und Infrastruktur wachsen dynamisch
Insgesamt bezogen die Ladestationen im Dezember 58,2 Millionen Kilowattstunden Strom, davon 34,4 Millionen aus grünen Quellen. 34,4 Millionen Kilowattstunden davon kamen aus grünen Quellen, der Rest aus dem konventionellen Netz.
Gleichzeitig setzt sich der Ausbau der E-Mobilität ungebremst fort: Der Bestand an Elektrofahrzeugen stieg binnen eines Monats um 6,2 Prozent auf 373 733 Fahrzeuge. Auch die Ladeinfrastruktur wurde ausgebaut. Die installierte Gesamtleistung aller Ladepunkte erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 2.913 Megawatt. Die Anzahl der Steckdosen stieg auf 38 808, wobei der Zuwachs bei den schnelleren Gleichstrom-Ladepunkten (DC) mit plus 4,1 Prozent etwas stärker ausfiel als bei den Wechselstrom-Ladepunkten (AC) mit plus 3,1 Prozent.
Istanbul führt bei Stromnachfrage
Die mit Abstand größte Nachfrage nach Ladeleistung verzeichnete die Metropole Istanbul, gefolgt von der Hauptstadt Ankara und der Ägäis-Metropole Izmir. Die regionale Verteilung unterstreicht den städtischen Charakter der aktuellen E-Auto-Nutzung.