ISTANBUL – Trotz der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hat ein plötzlicher Einbruch der Goldpreise in der Türkei einen regelrechten Kaufrausch ausgelöst. Schmuckgeschäfte sind vielerorts leergekauft worden, insbesondere bei Gram- und Viertelgramm-Münzen, da Verbraucher die seltenen Preisnachlässe nutzen wollen.
Vor den Läden bildeten sich Schlangen, während Kunden verzweifelt nach den beliebtesten physischen Goldformen suchten. Solche Engpässe sind allerdings nicht ungewöhnlich: Starke Preisschwankungen führen regelmäßig zu Nachfragespitzen, die Bestände schnell aufbrauchen.
Beamte der Türkischen Münze erklärten, dass Juweliere über das Terminvergabesystem des Hauses am selben Tag Gold erhalten können. Die gestiegene Nachfrage habe noch nicht das Niveau erreicht, das zusätzliche Schichten erfordert. Teilweise resultierten die Engpässe daraus, dass Händler Produkte, die sie zu höheren Preisen eingekauft hatten, ungern günstiger verkaufen.
Juweliere berichteten, dass der plötzliche Nachfrageschub sie nach der Ferienzeit überrascht habe. Ein Ladenbesitzer erklärte, dass Viertelgramm-Münzen besonders schnell ausverkauft waren. Zwar habe die Nachbestückung Zeit in Anspruch genommen, der Verkauf habe jedoch nach kurzen Verzögerungen wieder aufgenommen werden können.