Der globale Markt für Elektroautos zeigt im Juli ein gespaltenes Bild: Während Europa dank staatlicher Förderungen ein Rekordwachstum verzeichnet, brechen die Verkäufe in den beiden bislang größten Märkten, China und Nordamerika, teils drastisch ein. Das geht aus aktuellen Daten des Beratungsunternehmens Benchmark Mineral Intelligence hervor.
Demnach stiegen die weltweiten Verkäufe von rein batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um neun Prozent auf 1,85 Millionen Einheiten. Seit Jahresbeginn summiert sich der Absatz damit auf 11,5 Millionen Fahrzeuge. Es ist der fünfte Monat in Folge mit steigenden Verkaufszahlen, die fast ausschließlich von der europäischen Nachfrage getragen werden.
Europa als Wachstumslokomotive
In Europa kletterten die Verkaufszahlen um 33 Prozent auf 450.000 Fahrzeuge. Das Jahreswachstum liegt damit bei 28 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Alle drei Länder verzeichneten im Juli ein Plus von jeweils 81 Prozent. Branchenbeobachter führen dies vor allem auf großzügige staatliche Kaufanreize und Subventionsprogramme zurück.
Einbruch nach Ende der US-Steuergutschriften
In Nordamerika fiel das Bild ganz anders aus: Dort sanken die Verkäufe um 27 Prozent auf 140.000 Einheiten. Als Hauptgrund gilt das Auslaufen der bundesweiten Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge in den USA, wodurch die Nachfrage spürbar zurückging.
China schwächelt – Export wird wichtiger
Auch in China, dem weltweit größten Einzelmarkt, gingen die Verkäufe um fünf Prozent auf 980.000 Fahrzeuge zurück. Die Daten deuten darauf hin, dass chinesische Hersteller zunehmend auf Exportmärkte angewiesen sind, um ihr Wachstum zu sichern.
Auch in China, dem weltweit größten Einzelmarkt, gingen die Verkäufe um fünf Prozent auf 980.000 Fahrzeuge zurück. Die Daten deuten darauf hin, dass chinesische Hersteller zunehmend auf Exportmärkte angewiesen sind, um ihr Wachstum zu sichern.
Die Zahlen offenbaren eine wachsende Kluft zwischen den großen Absatzregionen. Während Europa die Elektromobilität mit politischer Unterstützung vorantreibt, geraten die Märkte in den USA und China ins Stocken. Ob sich dieser Trend im zweiten Halbjahr fortsetzt, dürfte maßgeblich von der künftigen Förderpolitik der jeweiligen Regierungen abhängen.