Gewinnsprung um 43 Prozent: Türkische Banken starten mit Rekordwerten ins Jahr

03.04.2026 – 6:30 Uhr

Die türkische Bankenbranche hat in den ersten beiden Monaten des Jahres ein beeindruckendes Gewinnwachstum verzeichnet. Wie aus Daten der Bankenaufsichtsbehörde BDDK hervorgeht, stieg der gemeinsame Nettogewinn der Institute im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent auf 169,4 Milliarden Türkische Liras (umgerechnet etwa 3,8 Milliarden US-Dollar).

Auch die Bilanzsumme des Sektors wuchs bis Ende Februar kräftig. Sie belief sich auf 48,8 Billionen Liras und übertraf damit den Wert zum Jahresende 2025 um 4,1 Prozent. Treiber dieser Entwicklung war vor allem das Kreditgeschäft, das volumenmäßig den größten Posten in den Bilanzen darstellt. Die Ausleihungen stiegen im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent auf 24,2 Billionen Liras.

Parallel zum Kreditwachstum verzeichnete die Aufsichtsbehörde einen leichten Anstieg bei den notleidenden Krediten. Deren Quote lag im Februar bei 2,59 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor noch bei 1,93 Prozent gelegen hatte. Das Wertpapierportfolio der Banken erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 7,09 Billionen Liras.

Auf der Passivseite entwickelten sich die Einlagen, die als zentrale Finanzierungsquelle der Institute gelten, positiv. Sie legten um 3,9 Prozent auf 28,3 Billionen Liras zu. Das gesamte Eigenkapital des Sektors wuchs im Vergleich zum Jahresende 2025 um 4,5 Prozent auf 4,34 Billionen Liras. Die für die Branche wichtige Eigenkapitalquote lag mit 16,8 Prozent auf einem soliden Niveau.

Zum Stichtag waren in der Türkei 66 Banken mit insgesamt 10 571 Filialen tätig. Die Branche beschäftigte mehr als 210.000 Menschen.