Forbes-Liste: Vier türkischstämmige Persönlichkeiten unter den erfolgreichsten US-Einwanderern

15.06.2026 – 19:00 Uhr

In einer neuen Rangliste der 250 erfolgreichsten lebenden Einwanderer der USA hat das Wirtschaftsmagazin Forbes vier Persönlichkeiten türkischer Herkunft gewürdigt. Die im Vorfeld des 250-jährigen Gründungsjubiläums der Vereinigten Staaten im Jahr 2026 veröffentlichte Liste ehrt Migranten, deren Wirken Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft des Landes nachhaltig geprägt hat.

An der Spitze des türkischen Quartetts steht die Unternehmerin Eren Özmen auf Rang 52, dicht gefolgt von ihrem Ehemann und Geschäftspartner Fatih Özmen auf Platz 53.
Eren Özmen war einst für ein Masterstudium der Betriebswirtschaftslehre in die USA gekommen. 1994 übernahm das Paar gemeinsam das Unternehmen Sierra Nevada Corporation und baute es von einem kleinen Betrieb zu einem führenden privaten Akteur in der Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungsindustrie aus. Fatih Özmen hatte zuvor bereits als Ingenieur für die Firma gearbeitet.

Deutlich weiter hinten in der Rangliste, aber ebenfalls unter den Geehrten, findet sich der Nobelpreisträger Aziz Sancar auf Platz 131: Der Wissenschaftler wurde 2015 für seine bahnbrechenden Arbeiten zur DNA-Reparatur mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet. Über seine Forschung hinaus engagiert sich Sancar mit dem von ihm gegründeten „Sancar Turkish Cultural and Community Center“ für türkische Studierende in den USA.

Der Ökonom Daron Acemoğlu, bekannt als Co-Autor des einflussreichen Buches „Warum Nationen scheitern“, komplettiert als MIT-Professor das türkische Kontingent auf Rang 232. Er wurde 2024 gemeinsam mit zwei Forscherkollegen mit dem Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Studien zur Rolle von Institutionen für den Wohlstand von Staaten geehrt.

Forbes erklärte, die Zusammenstellung der Liste sei eine Hommage an den Beitrag von Immigranten zur Formung der amerikanischen Nation. Angeführt wird das Ranking von dem ehemaligen Schauspieler und Politiker Arnold Schwarzenegger, der aus Österreich stammt. Auf Rang zwei folgt der in Südafrika geborene Technologie-Milliardär Elon Musk, der 2002, im Jahr der Gründung seines Raumfahrtkonzerns SpaceX, die US-Staatsbürgerschaft erhielt.