Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen will sich als globales Drehkreuz positionieren

27.05.2026 – 6:30 Uhr

Der zweitgrößte Flughafen der Türkei, Istanbul-Sabiha Gökçen, möchte sich von einem reinen Point-to-Point-Airport zu einem globalen Umsteigedrehkreuz wandeln. Angesichts eines anhaltenden Passagierbooms und der vollständigen Inbetriebnahme einer zweiten Start- und Landebahn peilt das Management eine deutlich stärkere Rolle im internationalen Luftverkehr an.

„Unser Ziel ist es, Sabiha Gökçen nicht nur regional, sondern auch weltweit zu einem der bevorzugten Transfer-Hubs zu machen“, erklärte Kerem Maybek, Chief Commercial and Strategy Officer der Betreibergesellschaft, am Montag. Die Basis für diese Ambitionen liefern die jüngsten Verkehrszahlen.

Bereits im Jahr 2025 verzeichnete der Flughafen auf der asiatischen Seite der Bosporus-Metropole mit 48,4 Millionen Passagieren einen historischen Rekord. Der Wachstumstrend setzt sich auch im laufenden Jahr fort. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 stieg das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 15,3 Millionen Fluggäste.

Damit festigt der Flughafen seine Position als Nummer neun im europäischen Ranking. Laut Maybek habe im ersten Quartal 2026 kein anderer großer europäischer Airport ein schnelleres Wachstum verzeichnet. „Wir sind stark in das Jahr 2026 gestartet.” Die operative Schlagkraft wurde zuletzt durch die vollständige Inbetriebnahme der zweiten Piste erheblich gesteigert.

Maßgeblich für den Höhenflug ist die Expansion des Streckennetzes. So kamen allein im Jahr 2025 29 neue Routen hinzu, darunter 27 internationale und zwei innerstaatliche Verbindungen. Damit umfasst das Netzwerk 154 Destinationen in 55 Ländern. Die Expansion geht auch unvermindert weiter: Am 21. Mai nahm Pegasus Airlines Flüge in die tadschikische Hauptstadt Duschanbe auf und am darauffolgenden Tag stieß mit Nesma Airlines ein neuer Partner zum Netzwerk hinzu.

Ein strategischer Schwerpunkt liegt auf den Märkten in Fernost und im asiatisch-pazifischen Raum. Die neuen Verbindungen dorthin steigerten laut Maybek nicht nur die reinen Passagierzahlen, sondern stärkten auch gezielt die Drehkreuzfunktion des Flughafens.