Finanzminister Şimşek: Türkei erreicht in IWF-Bewertung Spitzengruppe bei fiskalischer Transparenz

26.10.2026 – 13:00 Uhr

Die Türkei hat im aktuellen Bewertungsbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur fiskalischen Transparenz deutliche Fortschritte erzielt. Wie aus der aktualisierten „Fiscal Transparency Evaluation“ hervorgeht, erfüllt das Land inzwischen bei rund zwei Dritteln der Prinzipien des IWF-Kodex für fiskalische Transparenz die Kriterien „gute“ oder „fortgeschrittene“ Praxis. Im Jahr 2015 hatte diese Quote noch bei etwa der Hälfte gelegen.

Finanzminister Mehmet Şimşek bezeichnete die Entwicklung in einem Beitrag auf der Plattform X als wichtigen Erfolg. Damit zählt die Türkei unter den rund 40 vom IWF bewerteten Ländern zu den Spitzenreitern in Sachen fiskalischer Transparenz – zu denen auch Staaten wie das Vereinigte Königreich, Finnland, Irland, Österreich und Portugal gehören. Şimşek sprach von einem „konkreten Ergebnis” einer seit mehr als 20 Jahren andauernden institutionellen Transformation. Die Anstrengungen für Strukturreformen zur weiteren Stärkung der fiskalischen Transparenz würden fortgesetzt.

Laut dem IWF wurden die Fortschritte durch umfangreiche Reformen unterstützt. Dazu zählen die Einführung der Programmhaushaltsführung, die Übernahme periodengerechter Rechnungslegungsstandards sowie Verbesserungen bei der Berichterstattung über Finanzstatistiken des Staates. Die Bewertung kommt zu dem Ergebnis, dass die Türkei insbesondere bei der Stärkung der fiskalischen Berichterstattung, der fiskalischen Prognose und der Haushaltsplanung erhebliche Fortschritte erzielt hat.