Der türkische Finanz- und Schatzminister Mehmet Şimşek hat betont, dass die robuste Exportstruktur sowie die starke Entwicklung der Tourismuseinnahmen eine zentrale Rolle dabei spielen, das Leistungsbilanzdefizit auf einem nachhaltigen Niveau zu halten.
In einer Erklärung zu den aktuellen Leistungsbilanzdaten teilte Şimşek mit, dass das jährliche Leistungsbilanzdefizit im November bei 23,2 Milliarden US-Dollar lag. Der Anstieg des jährlichen Defizits um 12,8 Milliarden Dollar im Zeitraum von Januar bis November sei vor allem auf eine Verschlechterung der Goldbilanz um 6,4 Milliarden Dollar zurückzuführen, die wiederum durch steigende Goldpreise verursacht worden sei.
Trotz globaler Handelsprobleme und des goldbedingten Anstiegs des Defizits hätten im Jahr 2025 insbesondere die widerstandsfähigen Exporte und die starken Tourismuseinnahmen dazu beigetragen, die Leistungsbilanz im Gleichgewicht zu halten, erklärte der Minister.
Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Şimşek optimistisch: Verbesserungen in der technologischen Struktur der Industrieproduktion und der Exporte, niedrigere Energiepreise, ein unterstützendes Euro-Dollar-Wechselkursumfeld sowie umgesetzte strukturelle Reformen würden dazu beitragen, dass das Leistungsbilanzdefizit auch 2026 tragfähig bleibe. Erwartet werde, dass das Defizit gemessen am Bruttoinlandsprodukt bei rund 1,5 Prozent liegen werde.
„Die starke Leistung des Tourismus ist ein wichtiger Pfeiler für die Stabilität unserer Leistungsbilanz“, unterstrich Şimşek.