Der türkische Finanz- und Schatzminister Mehmet Şimşek hat die aktuellen Außenhandelsdaten als Zeichen einer robusten wirtschaftlichen Entwicklung bewertet. Trotz globaler Unsicherheiten zeige sich die türkische Exportwirtschaft weiterhin widerstandsfähig.
Nach Angaben Şimşeks stiegen die Exporte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 10,2 Prozent. Das annualisierte Exportvolumen erreichte damit 277,9 Milliarden US-Dollar. Die Importe legten im selben Zeitraum um 4,6 Prozent zu und damit deutlich moderater.
Energiepreise könnten Handelsbilanz belasten
Şimşek warnte jedoch davor, dass steigende Energiepreise mit zeitlicher Verzögerung Auswirkungen auf die Handelsbilanz haben könnten. Diese Entwicklung könne das Außenhandelsdefizit in den kommenden Monaten leicht erhöhen.
Gleichzeitig rechnet das Finanzministerium jedoch nur mit einem begrenzten Anstieg des Leistungsbilanzdefizits. Dieses werde voraussichtlich weiterhin auf einem nachhaltigen Niveau bleiben.
Wirtschaft soll widerstandsfähiger werden
Der Minister betonte, dass die makroökonomischen Rahmenbedingungen durch die aktuelle Wirtschaftspolitik gestärkt worden seien. Dadurch habe die türkische Wirtschaft ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks erhöht. Zudem werde eine langfristige Verbesserung der außenwirtschaftlichen Stabilität unterstützt.