Finanzinvestor CVC trennt sich von Marinakette D-Marin – InfraVia übernimmt

13.07.2026 – 7:00 Uhr

Der Finanzinvestor CVC hat einen spektakulären Exit hingelegt: Nur wenige Jahre nach dem Kauf trennt sich die Beteiligungsgesellschaft von der internationalen Premium-Yachthafen-Kette D-Marin. Käufer ist der unabhängige europäische Finanzinvestor InfraVia Capital Partners, wie CVC am Mittwoch mitteilte. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen, doch Branchenkreise schätzen das Volumen auf mehr als eine Milliarde Euro.

Der Deal markiert eine drastische Wertsteigerung: CVC hatte D-Marin erst im Jahr 2020 von der türkischen Doğuş Group für rund 200 Millionen Euro erworben. In der Folge wurde das Unternehmen massiv ausgebaut. Die Präsenz erstreckte sich bald über die angestammten Märkte Türkei, Kroatien, Griechenland und die Vereinigten Arabischen Emirate hinaus auf Spanien, Italien, Frankreich, Malta und Albanien.

Heute betreibt D-Marin nach eigenen Angaben 28 Premium-Marinas in neun Ländern und zählt jährlich mehr als 50.000 Kunden. Das Portfolio umfasst über 14.300 Liegeplätze, darunter mehr als 1.000 spezielle Plätze für Superyachten. Hinzu kommen zwölf professionelle Bootswerften, die pro Jahr über 2.500 Yachten warten.

Die Transaktion wurde von renommierten Beratern flankiert: Goldman Sachs agierte als exklusiver Finanzberater für CVC, die rechtliche Begleitung übernahm Clifford Chance. InfraVia ließ sich von Morgan Stanley als exklusivem Finanzberater sowie White & Case als Rechtsberater unterstützen. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.