Kurz vor dem bevorstehenden Opferfest müssen Reisende in der Türkei offenbar mit höheren Preisen für Fernbus-Tickets rechnen. Vertreter der Busbranche fordern eine Anhebung der Fahrpreise um bis zu 20 Prozent. Als Hauptgrund nennen sie die zuletzt deutlich gestiegenen Kraftstoffkosten infolge der Spannungen im Nahen Osten.
Laut den Branchenvertretern haben der Krieg zwischen dem Iran und Israel sowie die Diskussionen um mögliche Einschränkungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus die Energiepreise spürbar steigen lassen. Dies wirkt sich zunehmend auf den Transportsektor aus.
Zusätzlichen Druck sieht die Branche durch das verlängerte Feiertagswochenende zum Opferfest. Da die Feiertage auf insgesamt neun Tage ausgeweitet wurden, rechnen Verkehrsunternehmen mit einer deutlich höheren Nachfrage im Reiseverkehr.
Die türkische Föderation der Busunternehmen fordert daher eine Erhöhung der Ticketpreise um rund ein Fünftel. Die Unternehmen argumentieren, dass die laufenden Betriebskosten – insbesondere für Diesel – in den vergangenen Wochen stark gestiegen seien.
Verbraucher wiederum kritisieren die ohnehin bereits hohen Fahrpreise. Viele Reisende befürchten zusätzliche Belastungen ausgerechnet zu Beginn der Feiertagssaison.
Metin Önal, stellvertretender Vorsitzender des Busunternehmerverbands in Ankara, erklärte, dass einige Unternehmen inzwischen sogar Schwierigkeiten hätten, den üblichen Bordservice aufrechtzuerhalten. Die Kosten für eine Tankfüllung lägen mittlerweile bei rund 25.000 Türkischen Lira. Eine Preisanpassung sei deshalb aus Sicht der Unternehmen kaum vermeidbar.