Fast 2.000 Megawatt neu: Türkische Windenergie vor dem großen Umbruch

14.01.2026 – 6:35 Uhr

Die Türkei hat im vergangenen Jahr den stärksten Zuwachs bei der Windenergie seit mehr als 15 Jahren verzeichnet. Dies teilte Ibrahim Erden, der Präsident des Türkischen Windenergieverbands TÜREB, am Rande der 16. Generalversammlung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien IRENA mit.

Demnach wurden im Jahr 2025 nahezu 2.000 Megawatt neue Windkraftleistung installiert. Damit stieg die elektrische Gesamtkapazität auf über 14.700 Megawatt, während die mechanische Leistung erstmals die Marke von 15.000 Megawatt überschritt. Erden sprach von einem Meilenstein für den Ausbau erneuerbarer Energien im Land.

Das Jahr 2025 sei vor allem von vorbereitenden Arbeiten geprägt gewesen. Genehmigungsverfahren, Planungen und infrastrukturelle Vorleistungen hätten den Grundstein für eine beschleunigte Entwicklung gelegt. Die eigentliche Dynamik werde nun erwartet.

Für 2026 kündigte Erden einen Wendepunkt an. Dann sollen neue Windparks ans Netz gehen, darunter erstmals auch Anlagen mit integrierten Stromspeichern. Zudem rechnet der Branchenverband mit spürbaren Fortschritten bei industriellen Anwendungen der Windenergie.

Zugleich hob Erden die Bemühungen der Regierung hervor, dem Markt mehr Planungssicherheit zu geben. Die Energieziele bis 2035 sind ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur langfristigen Klimastrategie für das Jahr 2053, für die in den kommenden Jahren weitere konkrete Maßnahmen erwartet werden.

Dabei sollen erneuerbare Energien ebenso wie die Kernenergie eine zentrale Rolle spielen. Laut Erden tragen insbesondere das Energieministerium und die Energiemarkt-Regulierungsbehörde EPDK zur Umsetzung der nationalen Energiepläne bei. Der Fokus liege zunehmend auf Projekten, die erneuerbare Erzeugung mit Speicherkapazitäten kombinieren.

Diese strategische Ausrichtung verbessert die Vorhersehbarkeit des Marktes und schafft verlässlichere Rahmenbedingungen für Investoren.