In den vergangenen fünf Jahren hat die türkische Regierung die heimische Digitalgames-Branche mit erheblichen Finanzhilfen gestützt. Wie Industrieminister Mehmet Fatih Kacır auf eine parlamentarische Anfrage hin bekannt gab, erhielten 5.145 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem Gaming-Sektor Förderungen in Höhe von knapp 2,3 Milliarden Türkischen Lira (umgerechnet etwa 44 Millionen Euro). Die Mittel wurden über die Kleinst- und Mittelunternehmerförderungsanstalt KOSGEB vergeben.
Laut Kacır hat sich die Spieleindustrie zu einem der weltweit am meisten beachteten Wirtschaftszweige der Türkei entwickelt. Parallel zu den KOSGEB-Mitteln flossen über den Wissenschafts- und Forschungsrat TÜBİTAK weitere 863 Millionen Lira (rund 16,5 Millionen Euro) in 211 Projekte, die sowohl die Spielentwicklung als auch technologische Innovationsprogramme umfassten.
Der Minister verwies zudem auf die aktuelle Infrastruktur: Fünf Designzentren und 13 F&E-Zentren arbeiten demnach an Projekten im Bereich der digitalen Spiele. In den Technologieparks des Landes sind 876 Firmen aus der Gaming-Branche aktiv. Ihre Exporte beliefen sich in den letzten fünf Jahren auf insgesamt 1,03 Milliarden US-Dollar.
In diesen Unternehmen sind nach Ministerangaben mehr als 14.000 Mitarbeiter beschäftigt. Dies unterstreicht die wachsende Rolle der Branche im türkischen Innovationsökosystem und ihre zunehmende globale Wettbewerbsfähigkeit.