Die Inflation in der Türkei dürfte im Juli nach Einschätzung von Ökonomen weiter leicht zurückgehen. Einer Umfrage der Finanzabteilung der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge wird ein Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) von 1,82 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet.
An der Befragung nahmen 17 Ökonomen teil. Ihre Prognosen für die monatliche Inflationsrate lagen zwischen 1,35 und 2,1 Prozent.
Auf Grundlage der durchschnittlichen Schätzung von 1,82 Prozent dürfte die jährliche Inflationsrate im Juli auf 31,8 Prozent sinken. Im Juni hatte sie noch bei 32,11 Prozent gelegen.
Die durchschnittliche Prognose der Experten für die Jahresendinflation liegt derzeit bei 29,55 Prozent.
Im Juni war der Verbraucherpreisindex in der Türkei im Monatsvergleich um 0,99 Prozent gestiegen.
Die türkische Statistikbehörde TÜİK will die offiziellen Inflationsdaten für Juli am 3. August veröffentlichen.
Die türkische Zentralbank hatte in ihrer Erklärung zur Zinsentscheidung vom 23. Juli mitgeteilt, dass sich der zugrunde liegende Inflationstrend im Juni leicht abgeschwächt habe. Gleichzeitig warnte die Notenbank, dass Frühindikatoren im Juli auf einen vorübergehenden Anstieg des Inflationstrends hindeuten könnten.
Bei ihrer Juli-Sitzung beließ die Zentralbank den Leitzins wie erwartet unverändert bei 37 Prozent und setzte damit ihre geldpolitische Pause bereits zum vierten Mal in Folge fort.