Elektro-Offensive: Türkei will globale Autobauer ohne eigenes Werk ködern

28.03.2026 – 7:00 Uhr

Die Türkei hat ihren Ehrgeiz bekräftigt, sich als bedeutender Standort für Elektromobilität zu etablieren. Industrie- und Technologieminister Mehmet Fatih Kacır kündigte an, gezielt neue Investitionen internationaler Automobilkonzerne gewinnen zu wollen, die bislang nicht in der Türkei produzieren.

„Unser Ziel ist es, Investitionen in Elektrofahrzeuge von Automobilunternehmen anzuziehen, die bisher noch nicht in unserem Land investiert haben“, sagte Kacır bei der 51. ordentlichen Generalversammlung des Verbands der Automobilhersteller (OSD). Mit diesem Ansatz wolle man weiterhin Projekte unterstützen, die dem Land einen hohen Mehrwert brächten.

Zugleich begrüßte der Minister den Wandel bereits ansässiger Hersteller hin zur Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Diese Investitionen zeigten, dass die nationale Strategie für die Mobilitätswende in der Branche verfange und die Türkei bei den Automobiltechnologien der nächsten Generation stärker positionieren werde.

Die Branche verzeichnete zuletzt Rekordzahlen: Wie Kacır mitteilte, stieg die Fahrzeugproduktion im vergangenen Jahr auf 1,45 Millionen Einheiten. Der Export erreichte mit 41,5 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchstwert. Bei Nutzfahrzeugen und Omnibussen führt die Türkei Europa an und zählt in der Gesamtfahrzeugproduktion zu den fünf größten Produktionsstandorten.