Das Kreditwachstum in der Türkei zeigt laut dem neuesten Finanzstabilitätsbericht der Zentralbank vom 28. November eine deutliche Ausrichtung an der Disinflationsstrategie des Landes.
Der halbjährliche Bericht, die zweite Veröffentlichung für 2025, betont, dass die strikten finanziellen Bedingungen weiterhin die Nachfrage ausgleichen und den Disinflationsprozess unterstützen.
„Die restriktive Geldpolitik hat dazu geführt, dass das Kreditwachstum ein Profil aufweist, das mit dem Disinflationspfad übereinstimmt. Kredit- und Einlagensätze folgen den Leitzinsänderungen und den Markterwartungen. Makroprudenzielle Maßnahmen haben das Wachstum von Fremdwährungskrediten gebremst und die Geldpolitikübertragung gestärkt“, heißt es in dem Bericht.
Nach Turbulenzen auf den Märkten im ersten Quartal sei die Stabilität zurückgekehrt, was das Interesse an Lira-Anlagen steigerte. Der Anteil von Lira-Einlagen blieb auf hohem Niveau stabil, während die Zentralbankreserven gestärkt wurden. Konten mit Währungsschutz wurden weitgehend beendet und liegen nun auf sehr niedrigen Niveaus.
Trotz zunehmender globaler Unsicherheiten und geopolitischer Risiken habe sich die Risikoprämie des Landes verbessert, wodurch die Auslandfinanzierung für Banken und den privaten Sektor weiterhin günstig bleibe.
Zusätzlich tragen laut Bericht die gesteigerte Rentabilität der Banken sowie starke Liquiditäts- und Kapitalpuffer zur Stabilität des makrofinanziellen Systems bei.