In den kommenden zehn Jahren wird sich die Zahl der Klimaanlagen in Privathaushalten und deren Stromverbrauch voraussichtlich verdoppeln. Das geht aus einer Analyse des Ministeriums für Energie und natürliche Ressourcen hervor. Als Hauptgründe werden steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen genannt.
Laut dem Ministerium führen die durch den Klimawandel bedingt höheren Sommertemperaturen sowie zunehmende Hitzewellen zu einem jährlich wachsenden Einsatz von Klimageräten. Eine von Fachleuten des Ministeriums durchgeführte Untersuchung prognostiziert einen signifikanten Anstieg der privaten Klimaanlagen.
Laut der Studie wird es im Jahr 2025 rund 11 Millionen Klimageräte in den Haushalten des Landes geben. Die Berechnungen gehen davon aus, dass sich diese Zahl innerhalb der nächsten zehn Jahre nahezu verdoppeln wird – ein Plus von 100 Prozent.
Parallel zur steigenden Anzahl der Geräte wächst auch der Energiebedarf. Der Stromverbrauch privater Haushalte für Kühl- und Heizzwecke durch Klimaanlagen könnte demnach von 6.000 Gigawattstunden im Jahr 2025 auf mehr als 12.000 Gigawattstunden im Jahr 2035 klettern.
Bereits in den vergangenen Jahren verzeichnete die Türkei einen deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen von Klimaanlagen. Der Stromverbrauch für sommerliche Kühlung hat sich dabei zu einem der bestimmenden Faktoren der gesamten Stromnachfrage entwickelt.