In dieser Woche veranstaltet die Türkei erstmals eine nationale E-Commerce-Woche. Die zweitägige Fachmesse soll am 21. und 22. November im Istanbuler Lütfi-KIRDAR-Kongresszentrum stattfinden, wie die Organisatoren mitteilten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in der Branche zu stärken, innovative Lösungen zu präsentieren und die wirtschaftliche Reichweite des digitalen Handels auszubauen.
Veranstaltet wird die Messe vom Handelsministerium, dem Elektronischen Handelsverband (ETİD) und der Union der Kammern und Warenbörsen (TOBB). Sie wollen Akteure aus dem gesamten E-Commerce-Ökosystem zusammenbringen – von Online-Marktplätzen über kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis hin zu Logistikfirmen.
Laut Çağatay Yasin Karaboğa, dem Leiter der Abteilung für Elektronischen Handel im Handelsministerium, hat die rasante Digitalisierung die Gewohnheiten von Verbrauchern und Herstellern grundlegend verändert. „Wenn wir auf die Statistiken für 2024 schauen, hat das digitale Handelsökosystem der Türkei ein Volumen von 90 Milliarden Dollar”, so Karaboğa. Dieses Volumen sei durch etwa sechs Milliarden Transaktionen von 601.000 Verkäufern entstanden. Der E-Commerce-Anteil am gesamten Handelsvolumen liege bei 19,1 Prozent. „Mit anderen Worten: Jede fünfte Handelstransaktion ist inzwischen ein Online-Geschäft“, fügte er hinzu.
Das Programm der E-Commerce Week umfasst Panels, Workshops, Ausstellungen und Networking-Sitzungen. Experten werden Erfolgsgeschichten, unternehmerische Durchbrüche und die Auswirkungen der digitalen Transformation diskutieren. Erstmals wird es auch eine Preisverleihung für führende Unternehmen der Branche geben.
Karaboğa kündigte zudem an, dass die Regierung auf Basis von Daten aus dem Electronic Commerce Information System (ETBİS) im Dezember ein Projekt starten werde, um den Online-Handel in 30 Provinzen mit bisher geringer Aktivität gezielt zu stärken.