Die türkische Automobilindustrie ist verhalten ins Jahr 2025 gestartet. Wie der Branchenverband Automotive Manufacturers Association (OSD) mitteilte, sank die Gesamtproduktion im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,2 Prozent auf 99 247 Fahrzeuge. Inklusive der Traktorenfertigung ergab sich ein Gesamtvolumen von 100.864 Einheiten.
Besonders stark fiel der Rückgang bei Pkw aus. Hier verzeichneten die Hersteller einen Rückgang der Produktion um 17 Prozent; lediglich 55.504 Exemplare liefen vom Band. Ein völlig anderes Bild zeigte sich hingegen im Nutzfahrzeugsegment: Die Produktion stieg hier um beachtliche 16 Prozent. Während die Produktion von leichten Nutzfahrzeugen um 14 Prozent anzog, verzeichnete der Bereich der schweren Nutzfahrzeuge sogar einen Sprung um 47 Prozent.
Die Auslastung der Produktionskapazitäten lag branchenweit bei 56 Prozent. Im für den Markt besonders wichtigen Segment der leichten Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) betrug die Auslastung 57 Prozent, im Lkw-Bereich hingegen lediglich 44 Prozent.
Deutliche Einbußen musste die Branche bei den Ausfuhren hinnehmen. Die Zahl der exportierten Fahrzeuge sank um 17 Prozent auf 64 725 Einheiten. Dabei halbierte sich der Rückgang bei Nutzfahrzeugen nahezu (minus ein Prozent), während der Pkw-Export mit einem Minus von 28 Prozent regelrecht einbrach.
Trotz des mengenmäßigen Rückgangs blieb die Branche die Umsatzlokomotive des Landes. Laut der Uludağ Exporters‘ Association generierte der Sektor im Januar mit Ausfuhren im Wert von rund drei Milliarden US-Dollar erneut die höchsten Erlöse aller türkischen Industriezweige. Der Wert der Pkw-Ausfuhren sank dabei jedoch um zwölf Prozent auf 763 Millionen US-Dollar.
Während die Produktion schwächelte, zeigte sich die Nachfrage auf dem heimischen Markt robust. Insgesamt wuchs der Absatz um zehn Prozent auf 77 590 Fahrzeuge. Die Zahl der neu zugelassenen Pkw stieg um neun Prozent auf 61.055 Einheiten.