Der türkische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge hat im Februar 2026 einen Dämpfer erlitten. Wie der Verband der Automobilhändler und Mobilitätsanbieter (ODMD) mitteilte, sanken die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,97 Prozent auf 88.039 Einheiten. Damit endete eine Phase des Wachstums, nachdem der Markt im Januar noch um 9,77 Prozent zugelegt hatte.
Die Entwicklung verlief in den einzelnen Segmenten gegenläufig: Die Pkw-Verkäufe lagen mit 69.776 Einheiten im Februar um 8,21 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, während die leichten Nutzfahrzeuge ein deutliches Plus von 24,16 Prozent auf 18.263 Einheiten verzeichneten. Trotz des Rückgangs im Februar bewegt sich der Gesamtmarkt weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Wie aus den Daten weiter hervorgeht, lag das Gesamtvolumen um 45,6 Prozent über dem durchschnittlichen Februarwert der letzten zehn Jahre. Bei den Pkw allein betrug der Abstand zum langjährigen Mittel sogar 49,2 Prozent.
Elektromobilität legt weiter zu
Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen setzte ihren Aufwärtstrend im Februar zwar fort, das Wachstumstempo ließ jedoch nach. Mit 11.998 neu zugelassenen Elektroautos wurde ein Plus von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielt. Der Marktanteil der Elektroautos kletterte damit auf 17,2 Prozent – nach 13,8 Prozent im Februar 2025. Zum Vergleich: Im Januar hatte das Plus bei den E-Auto-Verkäufen noch bei knapp 82 Prozent gelegen. Insgesamt wurden in den ersten beiden Monaten 23.302 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, was einem Anstieg von 39,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Der türkische Hersteller Togg lieferte im Februar 2.950 seiner Elektro-SUVs aus, während der US-amerikanische Konkurrent Tesla auf 720 Neuzulassungen kam. Seit Jahresbeginn verkaufte Togg damit 4.979 Fahrzeuge, Tesla 1.210.
Über die ersten beiden Monate des Jahres betrachtet wuchs der türkische Gesamtmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um 2,52 Prozent auf 163 401 Einheiten. Dabei gaben die Pkw-Verkäufe leicht um 0,86 Prozent auf 130 831 Einheiten nach, während die Sparte der leichten Nutzfahrzeuge mit einem Plus von 18,79 Prozent auf 32 570 Einheiten deutlich zulegte.