Ausländisches Kapital auf Rekordkurs: Türkei legt bei Direktinvestitionen kräftig zu

16.01.2026 – 6:35 Uhr

Die Türkei hat im Jahr 2025 deutlich mehr ausländisches Kapital angezogen als im Vorjahreszeitraum. In den ersten elf Monaten des Jahres flossen insgesamt 12,4 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) ins Land. Dies teilte der Internationale Investorenverband YASED mit. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Zuwachs von 28 Prozent.

Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort: Seit 2003 summieren sich die ausländischen Direktinvestitionen in der Türkei auf mehr als 286 Milliarden US-Dollar. Allein im November 2025 belief sich der Zufluss auf 990 Millionen US-Dollar.

Den größten Anteil machten klassische Investitionskapitalzuflüsse mit 342 Millionen US-Dollar aus. Weitere 514 Millionen US-Dollar entfielen auf Finanzierungsinstrumente wie Kredite, während Immobilienverkäufe an ausländische Käufer 218 Millionen US-Dollar ausmachten. Dämpfend wirkten sich hingegen Investitionsliquidationen aus, die im selben Monat mit minus 84 Millionen US-Dollar zu Buche schlugen.

Auf das Gesamtjahr betrachtet erreichten die Zuflüsse aus Investitionskapital von Januar bis November rund 8,9 Milliarden US-Dollar. Schuldinstrumente steuerten rund drei Milliarden US-Dollar bei, Immobilienkäufe weitere 2,1 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber standen Abflüsse durch Liquidationen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich ergibt sich daraus ein Nettozufluss von 12,4 Milliarden US-Dollar.

Bei den Zielsektoren zeigte sich im November insbesondere der Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen stark. Er vereinte rund 15 Prozent der Zuflüsse von Investitionskapital auf sich, was einem Volumen von 51 Millionen US-Dollar entspricht. Ebenfalls 15 Prozent entfielen auf den Groß- und Einzelhandel.

Mit Blick auf die Herkunft der Investitionen dominierten europäische Länder. Die Niederlande führten mit einem Anteil von 32 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 16 Prozent. Die USA kamen auf zehn Prozent, Frankreich auf sieben und Spanien auf sechs Prozent der gesamten Direktinvestitionen.