Angesichts wachsender globaler Spannungen und geopolitischer Umbrüche wird die türkische Mittelmeermetropole Antalya ab dem 17. April erneut zum Schauplatz intensiver Spitzendiplomatie. Unter dem programmatischen Titel „Die Zukunft kartieren, Unsicherheiten managen” beginnt dann das fünfte Antalya Diplomacy Forum, zu dem Vertreter aus mehr als 150 Nationen erwartet werden.
Das dreitägige Treffen steht unter der Schirmherrschaft von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und wird vom Außenministerium organisiert. Es dient als zentrale Plattform für Gespräche über regionale und globale Herausforderungen. Laut dem vorläufigen Programm wird Außenminister Hakan Fidan die offizielle Eröffnungssitzung am 17. April mit einer Rede eröffnen, bevor Präsident Erdoğan an die versammelten Delegationen appelliert.
Die Organisatoren rechnen mit einer Teilnehmerzahl von annähernd 5.000 Gästen, darunter mehr als 20 Staats- und Regierungschefs, knapp 15 stellvertretende Regierungschefs sowie über 50 Minister. Allein die Zahl der anwesenden Außenminister soll die Marke von 40 überschreiten. Im Rahmen des bis zum 19. April dauernden Forums sind mehr als 40 Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Round-Table-Gespräche auf höchster Ebene geplant.
Über die offiziellen Programmpunkte hinaus steht insbesondere der intensive bilaterale Austausch im Fokus. Außenminister Fidan wird das Forum laut Angaben aus diplomatischen Kreisen für eine Reihe hochrangiger Sondierungsgespräche nutzen. Konkret sind ein drittes Treffen der Außenminister der Balkan-Friedensplattform, eine auf die Lage im Gazastreifen fokussierte Gesprächsrunde mit acht beteiligten Staaten sowie ein informelles Treffen des Rates der Außenminister der Organisation der Turkstaaten geplant. Darüber hinaus ist eine Vierer-Konferenz unter Beteiligung der Türkei, Pakistans, Saudi-Arabiens und Ägyptens terminiert.
Das im Jahr 2021 ins Leben gerufene Antalya Diplomacy Forum hat sich seither als eines der maßgeblichen außenpolitischen Foren der Türkei etabliert. Es bietet der türkischen Regierung eine prominente Bühne, um ihre Rolle als Vermittlerin in Krisenregionen – von der Ukraine bis zum Nahen Osten – zu unterstreichen.