Anleger reißen sich um türkische Anleihen: Ankara kassiert trotz hoher Zinsen 2 Milliarden Dollar

17.04.2026 – 7:00 Uhr

Die Türkei hat sich erfolgreich frische Milliarden auf dem internationalen Kapitalmarkt besorgt. Wie das türkische Finanz- und Schatzministerium bekannt gab, wurde eine US-Dollar-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 2 Milliarden Dollar platziert.

Die bis zum Jahr 2031 laufende Schuldverschreibung wurde von einem Bankenkonsortium unter der Leitung von Bank of America, Goldman Sachs, ING Bank und Morgan Stanley begleitet. Laut offizieller Mitteilung aus Ankara ist die Anleihe mit einem Kupon von 6,375 Prozent ausgestattet. Die Rendite für die Investoren beläuft sich auf 6,4 Prozent.

Trotz des hohen Zinsniveaus stieß das Papier auf außergewöhnlich starkes Interesse. Das Ministerium erklärte, das Orderbuch sei nahezu dreifach überzeichnet gewesen. Insgesamt beteiligten sich rund 180 institutionelle Investoren an der Transaktion.

Die geografische Verteilung der platzierten Anleihen zeigt eine breite Streuung unter westlichen und nahöstlichen Anlegern. Demnach gingen 44 Prozent des Emissionsvolumens an Investoren im Vereinigten Königreich und Irland, weitere 33 Prozent wurden in den Vereinigten Staaten allokiert. Weitere 33 Prozent wurden in den Vereinigten Staaten allokiert. Auf sonstige europäische Länder entfielen 13 Prozent, während Anleger im Nahen Osten acht Prozent des Volumens aufnahmen. Die restlichen zwei Prozent verteilten sich auf andere Länder.

Mit dem jüngsten Abschluss summiert sich das Finanzierungsvolumen der Türkei auf den internationalen Kapitalmärkten im Jahr 2026 auf insgesamt rund 7,9 Milliarden US-Dollar.