Ankara wird zum neuen Hotspot auf dem türkischen Immobilienmarkt

02.02.2026 – 7:00 Uhr

Im vergangenen Jahr hat sich Ankara zur Stadt mit dem stärksten Anstieg der Immobilienpreise in der Türkei entwickelt. Wie aus aktuellen Daten der türkischen Zentralbank hervorgeht, stiegen die Wohnungspreise in der Hauptstadt im Dezember im Jahresvergleich um 34,9 Prozent. Damit ließ Ankara die Metropolen Istanbul und Izmir deutlich hinter sich.

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis erreichte zuletzt 41.274 Türkische Lira. Für eine 100 Quadratmeter große Wohnung mussten Käufer somit rund 4,1 Millionen Lira einplanen. Im Jahr 2024 lag der Quadratmeterpreis noch bei knapp 29.800 Lira und 2023 sogar bei rund 23.500 Lira.

Fachleute führen den starken Preisanstieg unter anderem auf eine erhöhte Nachfrage infolge der schweren Erdbeben im Februar 2023 zurück. Viele Menschen aus den betroffenen Regionen seien in die Hauptstadt gezogen, was den Druck auf den Wohnungsmarkt deutlich erhöht habe.

Auch in den anderen großen Städten setzte sich der Preisanstieg fort, wenn auch weniger stark. In Istanbul verteuerten sich Wohnimmobilien innerhalb eines Jahres um 28,5 Prozent auf durchschnittlich 74.153 Lira pro Quadratmeter. In Izmir betrug das Plus 30,8 Prozent, der Quadratmeter kostete dort zuletzt im Durchschnitt 49.584 Lira.

Landesweit stiegen die Immobilienpreise im Dezember um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inflationsbereinigt ergibt sich jedoch ein reales Minus von 1,4 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Türkei lag bei 45.457 Lira, wodurch sich der Preis für eine Standardwohnung mit 100 Quadratmetern auf rund 4,5 Millionen Lira erhöhte.

Unangefochten an der Spitze der teuersten Regionen bleibt die Provinz Muğla. Dort wurden im Durchschnitt 76.698 Lira pro Quadratmeter fällig. Auch Antalya, Çanakkale und Aydın zählen weiterhin zu den Hochpreisregionen auf dem türkischen Immobilienmarkt.