Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba weitet sein Cloud-Geschäft rasant aus. In den kommenden zwölf Monaten sollen erste Cloud-Regionen in der Türkei, Finnland und den Niederlanden entstehen. Damit verschärft sich der Wettbewerb mit westlichen KI-Giganten.
Alibaba plant, sein globales Netzwerk an Datenzentren deutlich auszubauen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate erste sogenannte Cloud-Regionen in der Türkei, Finnland und den Niederlanden errichtet werden. Dies gab der Alibaba-Manager Li Feifei bekannt.
Darüber hinaus will der Konzern seine bestehenden Datenzentren in Malaysia, Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Hongkong erweitern. Mit diesem Schritt soll die Fähigkeit verbessert werden, lokalisierte Cloud- und KI-Dienste anzubieten.
Laut dem Nachrichtendienst Bloomberg bedeutet die Expansion von Alibaba eine zunehmend direkte Konkurrenz mit westlichen Anbietern wie Amazon und Alphabet in Regionen außerhalb Asiens.
Li, der als Chief Technology Officer von Alibaba Cloud Intelligence sowie als Präsident des internationalen Geschäfts fungiert, erklärte: „Wir sind entschlossen, eng mit unserem globalen Ökosystem zusammenzuarbeiten, um KI für Unternehmen skalierbarer, praktischer und zugänglicher zu machen.“
Alibaba zählt zu den chinesischen Unternehmen, die am aggressivsten in die digitale Infrastruktur investieren. Diese gilt als Grundlage für den Zugang zu KI. Der Konzern hatte für das Jahr 2025 einen dreijährigen Investitionsplan in Höhe von 53 Milliarden US-Dollar für den Bereich KI angekündigt und seither erklärt, dass die Investitionsausgaben weiter steigen werden.
Das globale Cloud-Netzwerk von Alibaba erstreckt sich von Japan über Südostasien bis in den Nahen Osten. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen neue Standorte in Brasilien und Frankreich eröffnet, um lokalen Unternehmen generative KI-Dienste anzubieten.