Im langjährigen Streit um die sogenannten Elgin Marbles hat die Türkei Griechenland unterstützt und die britische Position erneut infrage gestellt. Bei einer UNESCO-Sitzung in Paris erklärte die türkische Delegation, es gebe kein osmanisches Dekret, das die Entfernung der Skulpturen aus Athen rechtlich legitimiert habe.
Die im 19. Jahrhundert vom britischen Diplomaten Lord Elgin aus dem Parthenon in Athen entfernten Skulpturen befinden sich heute im British Museum. Griechenland fordert seit Jahrzehnten ihre Rückgabe.
Im Rahmen der Sitzung betonte die Türkei erneut, dass keine historischen Dokumente existierten, die einen legalen Abtransport während der osmanischen Herrschaft belegen würden. Die UNESCO bezeichnete die Skulpturen erstmals offiziell als „integralen Bestandteil des griechischen Kulturerbes“ und rief Großbritannien zu einer Zusammenarbeit mit Griechenland auf.
Griechenland sprach von einem wichtigen diplomatischen Erfolg, während Großbritannien an seiner bisherigen Position festhält, die Artefakte seien rechtmäßig erworben worden.