Dank Serien-Hype: Historische Karawanserei in Aksaray zieht Besucher aus aller Welt an

Bild: DHA
03.05.2026 – 17:00 Uhr

Aksaray – Die über 800 Jahre alte Sultanhanı Karawanserei in Aksaray entwickelt sich zunehmend zu einem internationalen Besuchermagneten – nicht zuletzt dank türkischer Fernsehserien.

Das monumentale Bauwerk wurde im Jahr 1229 unter Alaeddin Keykubad I errichtet und gilt als größte Karawanserei aus der Zeit der Seldschuken in Anatolien. Seit 2014 steht es zudem auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurden die Innenräume originalgetreu wiederhergestellt und für Besucher zugänglich gemacht.

Jährlich zieht die Anlage rund 200.000 ausländische Touristen an. Besonders auffällig: Viele Gäste reisen gezielt an, weil sie durch türkische Serien auf die historische Stätte aufmerksam geworden sind. Laut Bürgermeister Fahri Solak kommen Besucher unter anderem aus Indonesien, Italien und sogar aus südafrikanischen Ländern. „Viele sprechen hier von Sultan Süleyman – sie kennen ihn aus den Serien“, sagte Solak.

Die aufwendig restaurierten Räume – darunter historische Wohnbereiche, eine Küche, ein Bad sowie spezielle Räume für Händler und Handwerker – vermitteln einen lebendigen Eindruck vom Alltag entlang der Seidenstraße. Während Besucher früher nur kurz verweilten, bleiben sie heute oft mehrere Stunden.

Um die eigene Kultur stärker zu vermitteln, wurde zudem entschieden, von inländischen Besuchern keinen Eintritt zu verlangen. Langfristig hofft die Stadt, die Besucherzahlen auf bis zu 600.000 bis 700.000 pro Jahr steigern zu können.

Auch Reiseführer bestätigen die wachsende Faszination: Für viele internationale Gäste sei es besonders eindrucksvoll, einen authentischen Ort entlang der historischen Seidenstraße zu erleben.