Ankara – Sie gehören zu den ältesten natürlich entstandenen Langhaarkatzen der Welt und sind eng mit der türkischen Hauptstadt verbunden: In Ankara kümmert sich ein spezielles Zentrum um den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Rasse.
Das von der Stadtverwaltung Pursaklar betriebene „Ankara Cat Preservation, Survival and Promotion Center“ erstreckt sich über rund 2000 Quadratmeter. Die Katzen leben dort in sieben verschiedenen Bereichen und werden speziell versorgt. Die Tiere sind von der World Cat Federation anerkannt.
Für die Beobachtung der Tiere ist das Zentrum mit insgesamt acht Kameras ausgestattet. Sie übertragen Bilder aus den Innenbereichen, Schlaf- und Ruheplätzen sowie den Futterbereichen rund um die Uhr ins Internet.
Bürgermeister Ertuğrul Çetin erklärte, die Einrichtung sei geschaffen worden, um die Öffentlichkeit stärker für die historische Katzenrasse zu sensibilisieren. Auch internationale Aufmerksamkeit habe das Projekt zuletzt erhalten.
„Wir haben unsere Ankara-Katzen während des NATO-Gipfels im vergangenen Monat in Ankara ausländischen Delegationen vorgestellt“, sagte Çetin. Nachdem sich ausländische Besucher für die Lebensbedingungen der Tiere interessiert hätten, sei das 24-Stunden-Angebot eingerichtet worden.
Das Interesse ist offenbar groß: Innerhalb nur einer Woche verfolgten nach Angaben des Bürgermeisters mehr als 736.500 Menschen aus 27 Ländern sowie zahlreiche Zuschauer aus der Türkei den Livestream der Katzen.
Die Ankara-Katze, international auch als Angorakatze bekannt, zeichnet sich durch ihr langes, glänzendes Fell aus und gilt als eine der ältesten natürlichen Langhaarrassen. Trotz ihrer historischen Bedeutung ist ihr Bestand gefährdet. Die Behörden setzen deshalb auf spezielle Schutz- und Zuchtprogramme, um das Überleben der Rasse langfristig zu sichern.