Das Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara präsentiert sich nach einer umfassenden Modernisierung mit einem neuen Ausstellungskonzept. Besucher dürfen sich dabei auf 288 archäologische Objekte freuen, die erstmals öffentlich gezeigt werden.
Wie der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy erklärte, soll das traditionsreiche Museum mit einer zeitgemäßen Gestaltung und einem verbesserten Besuchererlebnis in die Zukunft geführt werden. Im Mittelpunkt der Neugestaltung stehen eine klarere chronologische Präsentation der anatolischen Geschichte sowie modernisierte Ausstellungsbereiche.
Zu den Neuerungen gehören ein neu gestalteter Eingangsbereich, optimierte Besucherwege und spezielle Stationen für Gruppenführungen. Darüber hinaus wurden mehrere Ausstellungsräume überarbeitet, um die Entwicklung der anatolischen Zivilisationen vom Paläolithikum bis in die Antike anschaulicher zu vermitteln.
Besondere Highlights sind eine neue Inszenierung des Kultes von Göbekli Tepe sowie die modern präsentierte Statue der Muttergöttin Kybele, die durch eine neue Beleuchtung und einen überarbeiteten Sockel stärker in Szene gesetzt wird.
Auch der Museumsgarten wurde neugestaltet, sodass dort ausgestellte Steindenkmäler und archäologische Funde besser zur Geltung kommen. Künftig sollen zudem weitere Ausstellungsflächen im Untergeschoss einbezogen werden.
Als bedeutendste Neuerung bezeichnete Minister Ersoy die erstmalige Präsentation von 288 bislang nicht ausgestellten Objekten. Darunter befinden sich auch Kulturgüter, die im Rahmen der türkischen Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Antiquitäten aus dem Ausland zurückgeführt wurden.
Das Museum für Anatolische Zivilisationen zählt zu den renommiertesten archäologischen Museen der Türkei. Es befindet sich in zwei restaurierten osmanischen Bauwerken aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1997 als „Europäisches Museum des Jahres“ ausgezeichnet.