In der zentralanatolischen Provinz Sivas sorgt ein außergewöhnliches Naturschauspiel für Aufmerksamkeit. In Altınkale, einer künstlich angelegten Travertinenlandschaft, die dem Vorbild von Pamukkale nachempfunden ist, treffen derzeit extreme Gegensätze unmittelbar aufeinander: Bis zu 45 Grad Celsius heißes Thermalwasser gefriert binnen Sekunden, sobald es die eiskalte Winterluft erreicht.

Altınkale liegt rund 30 Kilometer vom Stadtzentrum Sivas entfernt im Thermal-Tourismusgebiet Sıcak Çermik und wurde von der Provinzverwaltung initiiert. Charakteristisch für die Anlage sind ihre gelblich schimmernden Travertine, die durch den hohen Schwefelgehalt des Thermalwassers entstehen und dem Areal seinen Namen gaben. Ziel des Projekts ist es, dem regionalen Tourismus neue Impulse zu verleihen.
Besonders im Winter zeigt sich Altınkale von einer außergewöhnlichen Seite. Während die Landschaft durch starken Schneefall vollständig bedeckt ist und die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt fallen, wird weiterhin schwefelhaltiges Thermalwasser zu den Travertinen geleitet. An den Austrittsstellen gefriert das heiße Wasser augenblicklich, wodurch sich markante Eisformationen bilden.

So entstehen Szenen, in denen aufsteigender Wasserdampf, gefrorene Eisflächen und schneebedeckte Terrassen direkt nebeneinander zu sehen sind. Der Kontrast zwischen Hitze und Kälte verleiht der Anlage eine fast surreal wirkende Atmosphäre. Die winterliche Kulisse von Altınkale wurde inzwischen auch aus der Luft dokumentiert. Die Aufnahmen zeigen das Areal als eindrucksvolles Zusammenspiel von Natur, Technik und Klimaextremen.