BERLIN – Die Türkei gehört auch in der kommenden Wintersaison zu den beliebtesten Reisezielen der TUI-Kunden. Bei den Nah- und Mittelstreckenzielen belegt das Land laut dem Reiseveranstalter den dritten Platz der beliebtesten Destinationen für den Winter 2026/27. Nur die Kanarischen Inseln und Ägypten liegen davor.
Der in Deutschland ansässige Reisekonzern TUI hat seine Buchungstrends für die Wintersaison 2026/27 vorgestellt. Bei Reisen auf der Kurz- und Mittelstrecke stehen die Kanarischen Inseln weiterhin an der Spitze. Fast die Hälfte der 1,3 Millionen Sitzplätze der konzerneigenen Airline TUIfly entfällt im Winter auf Flüge nach Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote.
Ägypten folgt auf Platz zwei. Besonders gefragt sind laut TUI Reisen nach Hurghada und Scharm el-Scheich. Auch Nilkreuzfahrten verzeichnen demnach eine steigende Nachfrage. Die Türkei folgt auf dem dritten Rang.
Thailand führt bei Fernreisen
Bei Fernreisen steht Thailand an der Spitze der TUI-Buchungen. Dahinter folgen die Dominikanische Republik, Mexiko und Mauritius. Auch andere asiatische Reiseziele gewinnen laut TUI an Nachfrage.
„Thailand gehört inzwischen insgesamt zu unseren beliebtesten Winterzielen“, sagte TUI-Produktchef Steffen Boehnke. Gleichzeitig nehme das Interesse an Ländern wie Vietnam und Japan deutlich zu. Auch für die Karibik und die Kapverden verzeichnet das Unternehmen steigende Buchungszahlen.
Auch Winterurlaub im Schnee gefragt
Neben Sonnenzielen wächst laut TUI auch die Nachfrage nach Wintersportreisen. Die Buchungen liegen demnach bereits über dem Niveau des Vorjahres.
Österreich bleibt dabei das beliebteste Ziel für Skiurlaub, gefolgt von Südtirol in Norditalien. Gleichzeitig suchen viele Reisende laut TUI zunehmend nach besonderen Erlebnissen wie Nordlichtern, Husky-Safaris oder Aufenthalten in der Natur Lapplands. Besonders Finnland entwickelt sich in diesem Bereich dynamisch.
TUI erwartet geringeren Gewinn
Beim Geschäftsergebnis rechnet TUI unterdessen mit einem niedrigeren bereinigten operativen Gewinn als im vergangenen Geschäftsjahr. Konzernchef Sebastian Ebel erwartet für das am Mittwoch beendete Geschäftsjahr einen Wert zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatte der bereinigte operative Gewinn noch bei mehr als 1,4 Milliarden Euro gelegen.
Als Gründe nannte TUI unter anderem die Auswirkungen des Iran-Krieges sowie den Trend zu späteren Buchungen. Die endgültigen Geschäftszahlen will der Konzern am 9. Dezember vorlegen.