ANTALYA – Der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, hat auf einem Strategie-Treffen in Belek (Serik, Antalya) die jüngsten Erfolge des Landes im Tourismus hervorgehoben. Er betonte, dass sich der türkische Tourismus nicht länger auf die Küstenregionen beschränkt, sondern landesweit vielfältige Angebote – von Gastronomie über Kulturdenkmäler bis hin zu nachhaltigen Projekten – etabliert habe.
Ersoy berichtete, dass die Einnahmen im Tourismussektor in den letzten acht Jahren um 109 Prozent gestiegen seien, trotz globaler Krisen wie der Covid-19-Pandemie sowie regionaler Konflikte. Türkische Serien erreichten inzwischen rund 1 Milliarde Menschen in 170 Ländern, während Kino-Produktionen international Anerkennung finden.
Ein weiterer Schwerpunkt sei die Archäologie: Mit dem Projekt „Geleceğe Miras“ („Erbe für die Zukunft“) würden in 65 Provinzen 255 Ausgrabungen durchgeführt. Alle Projekte werden unter Leitung türkischer Koordinatoren umgesetzt, einschließlich der Aufarbeitung von über 15.000 Artefakten für Museen. 2025 seien 776 archäologische Projekte aktiv gewesen, 2026 werde die Zahl voraussichtlich auf über 800 steigen.
Die Zahl der Unterkünfte in der Türkei sei zwischen 2002 und 2025 von 610 auf 3.845 gestiegen, die Bettenkapazität von 162.000 auf 685.000. Gleichzeitig wurden Museen, archäologische Stätten und Infrastrukturmaßnahmen verbessert, darunter 5-Sterne-Strandbäder, Flughafenerweiterungen und Autobahnbau.
Ersoy unterstrich, dass die Türkei im internationalen Kultur- und Tourismussektor als Beispiel für nachhaltige Entwicklung und Qualität diene. Zudem sei das Land in einer Region, die von Konflikten betroffen ist, ein Symbol für Stabilität, Hoffnung und Rechtsstaatlichkeit.