Türkei setzt auf Wellness: Gesundheits-Tourismus geht über Klinikbesuche hinaus

19.03.2026 – 6:35 Uhr

ANKARA – Die Türkei plant, ihr Gesundheits-Tourismusangebot durch die Integration von Wellness-Dienstleistungen deutlich auszubauen. Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu kündigte an, dass eine umfassende gesetzliche Rahmenregelung vorbereitet wird, um Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote neben der etablierten medizinischen Behandlung anzubieten.

Bei einem Besuch in der Provinz Muğla erklärte Memişoğlu, dass das Land nicht auf krankheitsbasierte Gesundheitsreisen beschränkt bleiben wolle. Geplant sei ein breites Spektrum an Leistungen – von Rehabilitations- und Thermalbehandlungen über Ernährungsberatung bis hin zu Physiotherapie. Besucher sollen so präventive Gesundheitsleistungen, Routineuntersuchungen und lifestyle-orientierte Betreuung in einem strukturierten und regulierten Rahmen erhalten.

Memişoğlu betonte, dass die Türkei bereits über die nötige Infrastruktur und qualifiziertes Personal verfüge und sich als global wettbewerbsfähiger Standort sowohl für medizinischen als auch für Wellness-Tourismus positionieren wolle.

Darüber hinaus informierte der Minister über laufende Investitionen in Muğla: Seit 2002 wurden in der Provinz 45 Gesundheitseinrichtungen gebaut, darunter 19 Krankenhäuser. Geplant ist außerdem der Bau eines 1.000-Betten-Stadtkrankenhauses, die Renovierung des Zentralhospitals in Menteşe, ein neues 200-Betten-Haus sowie ein 600-Betten-Krankenhaus in Fethiye.

Dank seines starken Tourismusprofils sei Muğla ideal geeignet, als Modellregion für die Verbindung von Tourismus mit Gesundheits- und Wellnessangeboten zu dienen, so Memişoğlu.