Verfall bedroht jahrhundertealte Felsenkirche in der Türkei

Fallback Image Hürriyet.de
21.06.2026 – 19:00 Uhr

Eine mehr als 1.100 Jahre alte Felsenkirche in der osttürkischen Provinz Erzurum droht zunehmend zu verfallen. Bewohner der Region fordern nun dringend Restaurierungsmaßnahmen, um das historische Bauwerk zu retten und gleichzeitig touristisch nutzbar zu machen.

Die sogenannte Solomon-Felsenkirche befindet sich im Dorf Evbakan im Bezirk Şenkaya auf einer Höhe von rund 1.874 Metern. Die in den Felsen gehauene Kirche soll im 9. Jahrhundert von Georgiern errichtet worden sein und ist nur über einen steilen Aufstieg erreichbar.

Das historische Bauwerk besteht aus zwei Bereichen und beherbergt alte Wandmalereien, die überwiegend in dunklen Blautönen gestaltet sind. Doch jahrzehntelange Vernachlässigung hat deutliche Spuren hinterlassen: Viele Darstellungen religiöser Figuren sowie mutmaßliche Abbildungen der Jungfrau Maria sind stark beschädigt oder kaum noch erkennbar.

Auch der Zugang zur Kirche befindet sich in schlechtem Zustand. Der ursprüngliche Weg und die Treppen zur Anlage sind größtenteils eingestürzt. Besucher gelangen derzeit nur noch über provisorische Holzstufen zu dem historischen Ort.

Anwohner sehen in der Felsenkirche eines der bedeutendsten Kulturgüter der Region. Sie hoffen, dass eine Restaurierung nicht nur das historische Erbe bewahrt, sondern auch den Tourismus in Şenkaya stärken könnte.

„Die Wandmalereien wurden durch Vandalismus und Vernachlässigung schwer beschädigt. Wir möchten, dass dieser Ort restauriert und für den Tourismus geöffnet wird“, sagte Bewohner Selçuk Vural.

Auch andere Einwohner betonen, dass die Wiederherstellung der Kirche dazu beitragen könnte, das kulturelle Erbe an kommende Generationen weiterzugeben.