Eine rund sechs bis sieben Millionen Jahre alte Gesteinsformation im Osten der Türkei ist zu einem neuen Ziel für Kletterer und Naturfreunde geworden. Wie türkische Medien berichten, handelt es sich um Basaltsäulen in der Provinz Kars. Sie entstanden demnach während des späten Miozäns durch abkühlende Lava nahe dem Dorf Karagüney im Bezirk Kağızman.
Die fünf- und sechseckigen Säulen wurden demnach nach einer Veröffentlichung im „Journal of Social, Humanities and Administrative Sciences” in die wissenschaftliche Literatur aufgenommen und erlangten dadurch größere Aufmerksamkeit. Die Formation liegt auf einer Höhe von 1 890 Metern und zieht nun Sportler aus Kars und der benachbarten Provinz Iğdır an.
Ali Öztürk, Mitglied des Iğdır Mountain Safari Club, sagte, die geologische Struktur biete Besuchern eine optisch reizvolle Route. „Die Säulen haben ein sehr schönes Erscheinungsbild. Wir sind mit einem zehnköpfigen Team hierhergekommen, haben eine Erkundung durchgeführt und eine neue Route angelegt“, wird Öztürk zitiert. Kletterer erschließen demnach weiterhin neue Wege in der Umgebung. Er riet Naturfreunden, die Basaltformationen zu besichtigen.
Der Amateurkletterer Hakan Duman erklärte, man habe das Gebiet in die eigenen Routen aufgenommen und lade alle Kletterer ein, es zu besuchen.
Basaltsäulen entstehen, wenn vulkanische Lava abkühlt und sich zusammenzieht, wodurch polygonale Strukturen entstehen. Die Formationen in Kars bildeten sich den Angaben zufolge, als Lava nach dem Austritt nahe dem Dorf Karagüney im späten Miozän erstarrte. Die Säulen finden sich in einem begrenzten Gebiet auf etwa 1 890 Metern Höhe, wo ihre fünf- und sechseckigen Formen über die gesamte Formation hinweg sichtbar sind.