Bis zu 40 Meter hoch: Unterwasserformationen im Van-See für Guinness-Buch nominiert

25.04.2026 – 17:00 Uhr

Die Türkei macht ernst mit einem außergewöhnlichen Weltrekordversuch: Die bis zu 40 Meter hohen mikrobiellen Türme im Van-See sollen in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen werden. Das Vorhaben hat nach offiziellen Angaben die Vorprüfung bereits bestanden.

Die Initiative geht auf das Außenministerium zurück und wurde über das türkische Guinness-Büro eingereicht. Emre Zeki Karagöl, Vertreter des Ministeriums in der osttürkischen Provinz Van, bestätigte, dass der Antrag die erste Hürde genommen hat und sich nun in einer vertieften wissenschaftlichen Begutachtung befindet.

Karagöl, der seinen Posten im Dezember 2025 angetreten hat, erklärte, sein Interesse sei geweckt worden, als er von den sogenannten Mikrobialiten erfuhr. Dabei handelt es sich um Karbonatstrukturen, die über Jahrtausende unter Wasser wachsen. Die größten Exemplare im Van-See können eine Höhe von rund 40 Metern erreichen und sind somit potenziell rekordverdächtig.

Um den Anspruch zu untermauern, zog Karagöl wissenschaftliche Fachliteratur hinzu und konsultierte Experten, darunter den Forscher Mustafa Sarı. Die Formationen seien seit den 1990er Jahren in internationalen Publikationen dokumentiert. „Diese Strukturen stellen ein seltenes Naturphänomen dar“, so Karagöl. Die Idee für den Rekordantrag sei auch aus einer langjährigen persönlichen Faszination für das Guinness-Buch der Rekorde entstanden.

Der Antrag wurde Ende Dezember eingereicht. Eine Aufnahme in das Guinness-Buch der Rekorde würde dem abgelegenen Van-See und der gesamten Region nach Einschätzung der Behörden einen erheblichen Bekanntheitsschub verleihen. Insbesondere der Tauchtourismus könnte von der Aufmerksamkeit profitieren, die mit einem anerkannten Weltrekord einhergeht. Zur Untermauerung des Antrags wurden umfangreiche visuelle Belege wie Unterwasseraufnahmen und Filmmaterial der mikrobiellen Türmchen eingereicht.