Studie: Türkei als wachsender Tourismus-Hotspot bis 2034 – Istanbul auf Platz 19, Antalya auf Platz 61 der Top-Städte

Bild: DHA
19.10.2025 – 13:00 Uhr

(DHA) Laut einer Studie der Vereinigung der Mediterranen Touristik-Hoteliers und Betreiber (AKTOB) wird die Zahl der weltweiten Touristenreisen bis zum Jahr 2034 auf rund 30 Milliarden ansteigen. In der Rangliste der weltweit besten 100 Städtedestinationen belegt Istanbul den 19. Platz, Antalya liegt auf Rang 61.

AKTOB-Präsident Kaan Kaşif Kavaloğlu erläuterte, dass dieses enorme Wachstum im Tourismus enorme Investitionen erfordert: „Es werden etwa sieben Millionen zusätzliche Hotelzimmer, 15 Millionen zusätzliche Flugverbindungen und eine Kreuzfahrtyacht-Kapazität für 300.000 weitere Passagiere benötigt. Zudem müssen Straßen, öffentliche Dienstleistungen, Abfallmanagement und digitale Infrastruktur erheblich ausgebaut werden.“ Insgesamt bedeute dies eine Investition von Billionen Dollar in den kommenden zehn Jahren.

Die Bewertung der Top-100-Städte erfolgte anhand von sechs Hauptkriterien mit insgesamt 55 Metriken, darunter wirtschaftliche Leistung, Tourismusinfrastruktur, touristische Attraktivität, Gesundheit und Sicherheit sowie Nachhaltigkeit. Neben Istanbul und Antalya zählen Städte wie Paris, Madrid, Tokio, Rom, New York und Dubai zu den führenden Destinationen.

Kavaloğlu bezeichnete den Tourismus in der Türkei als einen nationalen und überparteilichen Sektor, der die Zusammenarbeit von Behörden, Privatwirtschaft und Verbänden erfordere. „Wir müssen unsere regionalen Vorteile besser nutzen und weiter ausbauen“, so Kavaloğlu.

Istanbul nach Bangkok

Im Ranking der meistbesuchten Städte weltweit liegt Istanbul nach Bangkok auf dem zweiten Platz. Der Erfolg der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines trage maßgeblich zu diesem Wachstum bei.

Laut Euromonitor wird Türkei zusammen mit den USA und China bis 2030 das größte Wachstum bei internationalen Ankünften verzeichnen. Dabei wird besonders der Städteurlaub weiterhin an Bedeutung gewinnen. In Antalya werden künftig vor allem aktive Tourismusformen wie Ökotourismus, Wellness, MICE (Meetings, Incentives, Conferences, Exhibitions) und Events immer wichtiger.

Die Reisebranche sieht jedoch auch Risiken, darunter geopolitische Spannungen, Klimawandel und demografische Verschiebungen. Kavaloğlu warnte, dass ungelöste Konflikte bis 2030 ein wirtschaftliches Verlustpotenzial von bis zu sechs Billionen US-Dollar bedeuten könnten.

Trotz dieser Herausforderungen blicken Experten optimistisch in die Zukunft und erwarten, dass sich geopolitische Spannungen verringern und nachhaltige sowie digitale Transformationen den Tourismus prägen werden.