TTSO-Präsident Çelebi: Sümela-Kloster verdient Platz auf UNESCO-Welterbeliste

26.05.2026 – 9:00 Uhr

Die Stadt Trabzon setzt sich für ihr berühmtestes Wahrzeichen ein: Das historische Sümela-Kloster soll endlich in die elitäre Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen werden. Bei der Sitzung der städtischen Handelskammer (TTSO) im Mai wurde eine konzertierte Aktion aller lokalen Kräfte gefordert, um dem in eine steile Felswand gebauten Kloster den lang ersehnten Status zu sichern.

TTSO-Präsident Erkut Çelebi trat im Plenum als treibende Kraft der Initiative auf und wies auf ein drängendes Problem hin: einen massiven Bewerberstau. Bislang dümpelt das Kloster lediglich auf der vorläufigen Tentativliste der UNESCO. „Die Türkei hat dort derzeit 79 Stätten registriert, aber in die Hauptliste mit nur 22 Einträgen hat es Sümela bisher nicht geschafft“, kritisierte Çelebi. Der entscheidende Flaschenhals ist, dass Ankara dem Welterbekomitee jedes Jahr nur einen einzigen Kandidaten zur endgültigen Aufnahme präsentieren darf. „Dieses Thema muss neu auf die Agenda gesetzt und mit Nachdruck verfolgt werden“, forderte der Kammerchef.

Nun soll offenbar ein breites Bündnis den nötigen Rückenwind erzeugen. Çelebi kündigte eine enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung an: „Wir haben vernommen, dass unsere Großstadtkommune bereits Vorarbeiten leistet. Gemeinsam müssen wir unsere Bemühungen bündeln und dafür sorgen, dass Sümela in die Hauptliste aufgenommen wird.“ Eine erfolgreiche Kandidatur wäre seinen Worten zufolge nicht nur eine kulturelle Nobilitierung, sondern auch ein globaler Tourismusmotor für Trabzon und die gesamte Türkei.

Neben der UNESCO-Kampagne standen bei der Versammlung auch die wirtschaftliche Belebung der Region, der beschleunigte Ausbau der Infrastruktur sowie Strategien zur Diversifizierung des Tourismus vor der anstehenden Sommersaison auf der Tagesordnung.