Touristenmagnet im Steilhang: Besucherrekord für berühmtes Felsenkloster Sümela

16.01.2026 – 12:00 Uhr

Das weltbekannte Sümela-Kloster im Nordosten der Türkei verzeichnete im Jahr 2025 einen neuen Besucherrekord. Nach offiziellen Angaben besuchten 514.596 Menschen die historische Anlage nahe Trabzon – so viele wie nie zuvor seit ihrer Wiedereröffnung nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten.

Es liegt spektakulär in rund 300 Metern Höhe in einer steilen Felswand des Altındere-Tals am Berg Karadağ im Landkreis Maçka. Die Anlage gilt als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Landes und zieht ganzjährig Besucher an, die Geschichte, Natur und Landschaftserlebnis miteinander verbinden möchten.

Als Teil der vorläufigen UNESCO-Welterbeliste zählt das Sümela-Kloster zu den wichtigsten Stationen des Kultur- und Naturtourismus in der Region Trabzon. Besucher erreichen das Tal zunächst mit Kleinbussen, bevor sie über bewaldete Fußwege zur Klosteranlage gelangen. Je nach Jahreszeit bieten sich dabei unterschiedliche Ausblicke auf die umliegende Berglandschaft.

Neben seiner historischen Bedeutung hat sich die Region auch als Ziel für alternative Tourismusformen etabliert. Es werden unter anderem Naturwanderungen, Mountainbike-Touren und Fototouren angeboten. Das kulturelle Angebot wird durch die nahegelegene Kirche der Heiligen Barbara, auch Aya Varvara genannt, ergänzt. Sie gilt als weiteres Zeugnis der regionalen Geschichte.

Der Provinzdirektor für Kultur und Tourismus, Tamer Erdoğan, bezeichnet das Sümela-Kloster als eines der wichtigsten touristischen Wahrzeichen der Türkei. Er führt das starke Besucherwachstum vor allem auf die abgeschlossene Restaurierung zurück. Seit der Wiedereröffnung nehme das Interesse Jahr für Jahr deutlich zu.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Besucherzahl im Jahr 2025 um rund 16 Prozent. Laut den Behörden ist dies der höchste Wert seit der erneuten Öffnung der Anlage für die Öffentlichkeit.

Angesichts dieser Entwicklung bereiten die zuständigen Stellen nun weitere Schritte vor. Das Ziel besteht darin, das Kloster dauerhaft in die UNESCO-Welterbeliste aufnehmen zu lassen. Zu diesem Zweck soll ein gemeinsames Verfahren unter Beteiligung des Kulturministeriums, der Provinzverwaltung und der Kommune eingeleitet werden. Von einer endgültigen Anerkennung erhoffen sich die Verantwortlichen einen weiteren Anstieg der Besucherzahlen.