Nach umfangreichen Sicherungsarbeiten hat das historische Sümela-Kloster in der nordtürkischen Provinz Trabzon wieder seine Pforten für Besucher geöffnet. Wie der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, am Mittwoch über die sozialen Medien mitteilte, ist die erste Etappe der umfassenden Instandhaltungs- und Schutzmaßnahmen abgeschlossen.
Die Arbeiten konzentrierten sich den Angaben zufolge vor allem auf die steilen Felshänge oberhalb der markant an eine Steilwand geschmiegten Klosteranlage. Unter der Leitung von Experten und in Abstimmung mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden wurden die Felsflächen systematisch von losem Gestein befreit. Zusätzlich installierten die Fachleute Schutzvorrichtungen, um der akuten Gefahr von Steinschlägen entgegenzuwirken.
„Sämtliche Maßnahmen wurden auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten und unter Berücksichtigung von Fachgutachten umgesetzt”, erklärte Minister Ersoy. Das Ziel sei gewesen, die Sicherheit der Gäste auf ein maximales Niveau zu heben, ohne die historische Substanz und das natürliche Erscheinungsbild des Ortes zu beeinträchtigen. Neben der Felssicherung wurden auch ergänzende Umgestaltungen der Umgebung vorgenommen, um den Komfort der Besucher zu erhöhen.
Das Sümela-Kloster thront spektakulär in rund 300 Metern Höhe über dem Altındere-Tal und zählt zu den bedeutendsten Zielen des Glaubens- und Kulturtourismus in der Türkei. Der Minister betonte, dass die Arbeiten das empfindliche Gleichgewicht zwischen dem Schutz des kulturellen Erbes und der touristischen Nutzung wahren sollen. „Dank dieser Vorgehensweise tragen wir das Kloster Sümela unter Bewahrung seiner natürlichen Textur und seines historischen Wertes in die Zukunft“, so Ersoy.
Die Wiedereröffnung markiert einen wichtigen Meilenstein in den langjährigen Restaurierungsbemühungen an dem byzantinischen Bauwerk, das zum UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen ist. Über die weiteren geplanten Restaurierungsetappen machte das Ministerium zunächst keine detaillierten Angaben.