Schwimmen auf 3.000 Metern: Wanderer springen in eisige Gletscherseen der Türkei

Bilder: DHA
18.08.2026 – 17:00 Uhr

(DHA) Gümüşhane. Schnee auf den Berghängen, strahlender Sonnenschein – und mitten in dieser hochalpinen Landschaft springen Wanderer zur Abkühlung in einen eiskalten Gletschersee. Eine rund 15-köpfige Gruppe aus Izmir hat bei einer Trekkingtour durch die türkische Schwarzmeerregion für spektakuläre Bilder gesorgt.

 

 

Die Mitglieder des Yol Dağcılık Spor Kulübü waren nach Trabzon, Gümüşhane und Bayburt gereist, um die Natur und historischen Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden. Auf dem Programm standen Wanderungen, Bergtouren und Camping.

Ein Höhepunkt war der Aufstieg zum 3.331 Meter hohen Abdal-Musa-Berg. Obwohl sommerliche Temperaturen herrschten, waren die Hänge noch teilweise mit Schnee bedeckt. An den Artabel-Seen angekommen, ließen es sich die Bergsteiger nicht nehmen, in das eiskalte Wasser zu steigen.

Eiskalt, aber „perfekt“

Die Artabel-Seen liegen im Artabel-Gölleri-Naturpark im Landkreis Torul. Die Gruppe wanderte kilometerweit durch eine beeindruckende Landschaft und schlug ihr Camp auf rund 2.400 Metern Höhe auf.

Für die Teilnehmer war der Sprung ins Wasser offenbar trotz der eisigen Temperaturen ein besonderes Erlebnis.

„Sehr kalt, aber perfekt“, beschrieb ein Teilnehmer das Wasser. Eine andere Wanderin schwärmte von der Landschaft und sagte, das Bad im Gletschersee habe die gesamte Erschöpfung der Wanderung vergessen lassen.

 

 

Durch eine kaum bekannte Landschaft

Neben dem Abdal-Musa-Berg erkundete die Gruppe unter anderem den Anabasis-Weg, das Krom-Tal, das historische İmera-Gebiet und die Örümcek-Wälder mit ihren beeindruckenden alten Bäumen.

Auch die historische Region Süleymaniye stand auf dem Programm. Dort lebten früher türkische, griechische und armenische Gemeinschaften zusammen. Moscheen, Kirchen und Überreste des historischen Bergbaus machen das Gebiet heute zu einer Art Freilichtmuseum.

Zum Abschluss führte die Reise weiter nach Bayburt, wo die Gruppe das Baksı-Museum und das Kenan-Yavuz-Ethnografiemuseum besuchte.

Für die Wanderer war die Botschaft nach mehreren Tagen in der wilden Bergwelt eindeutig: Die Region ist noch vergleichsweise wenig besucht – und gerade das macht ihren Reiz aus.

3.000 Meter Höhe, Schnee auf den Gipfeln und ein eiskalter See: So sieht Abkühlung in der türkischen Bergwelt aus.