Ordu will UNESCO-Status für historische Häuser und Kap Yason

06.09.2026 – 17:00 Uhr

ORDU – Die türkische Schwarzmeerprovinz Ordu will zwei ihrer bedeutendsten Kultur- und Naturstätten international stärker in den Fokus rücken. Die Stadtverwaltung plant umfassende Projekte, um die historischen Häuser von Ordu sowie das Kap Yason für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Vorschlagsliste vorzubereiten.

Bürgermeister Mehmet Hilmi Güler erklärte, die Stadt setze ihre Arbeiten zum Schutz der historischen, kulturellen und natürlichen Werte der Region fort. Für die historischen Häuser, insbesondere im alten Stadtviertel Taşbaşı, soll das UNESCO-Projekt auf detaillierten wissenschaftlichen Untersuchungen basieren.

Auch für das Kap Yason will die Stadtverwaltung ein entsprechendes Projekt ausarbeiten. Das Gebiet steht derzeit bereits als archäologisches Schutzgebiet ersten Grades und Naturdenkmal zweiten Grades unter besonderem Schutz.

„Kap Yason mit seiner Kirche aus dem Jahr 1869, seinen archäologischen Werten und seiner natürlichen Landschaft gehört zu unseren wertvollsten Kulturerbestätten“, sagte Güler.

Mit der Initiative soll das Gebiet langfristig geschützt, sein kulturelles Erbe für kommende Generationen bewahrt und international bekannter gemacht werden.

Historischer Ort an der Schwarzmeerküste

Ordu liegt an der türkischen Schwarzmeerküste und zieht mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten und Naturlandschaften ganzjährig Besucher an.

Das Kap Yason gehört zu den wenigen Halbinseln an der Schwarzmeerküste, auf denen sich noch eine historische Kirche befindet. Der Ort besitzt zudem eine besondere Bedeutung in der griechischen Mythologie: Der Überlieferung zufolge soll hier die legendäre Suche nach dem Goldenen Vlies durch Jason und die Argonauten stattgefunden haben.